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  • · Nachricht · Urologie

    Wie rechne ich eine EMDA®-Therapie optimal ab?

    | FRAGE: „In unserer urologischen Abteilung führen wir u. a. elektromotive Medikamentenapplikationen (Electromotive Drug Administration; EMDA ® ) durch. Darunter versteht man die gezielte Abgabe von Medikamenten über einen transurethralen Elektrodenkatheter unmittelbar in das Blasengewebe mittels eines elektrischen Feldes. Das Wirkprinzip ist die Iontophorese (aktive Diffusion). Intravesikal eingebracht werden Medikamente, die die Blasenempfindlichkeit beeinflussen. Zusätzlich erfolgen Elektroprovokationen der Blase. Welche GOÄ-Ziffern können wir dafür berechnen?“ |

     

    Antwort: Die Abrechnung nach GOÄ kann nach unserer Auffassung folgende Leistungen enthalten:

     

    • EMDA®-Therapie: mögliche berechnungsfähige Gebührenpositionen
    • Nr. 838 GOÄ (Elektromyographische Untersuchung zur Feststellung peripherer Funktionsstörungen der Nerven und Muskeln) analog für Elektroprovokationen der Blase

     

    plus

    • a) beim Mann: Nr. 1729 GOÄ Spülung der Harnblase beim Mann und/oder Instillation von Arzneimitteln ‒ einschließlich Katheterisierung und ggf. auch Ausspülung von Blutkoagula

    oder

    • b) bei der Frau: Nr. 1731 GOÄ Spülung der Harnblase bei der Frau und/oder Instillation von Medikamenten ‒ einschließlich Katheterisierung und ggf. auch Ausspülung von Blutkoagula

     

    plus

    • ggf. applizierte Medikamente (Auslagen nach § 10 GOÄ)
     
    Quelle: Ausgabe 07 / 2021 | Seite 2 | ID 47439275