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·Fachbeitrag ·BG-Abrechnung

Neue Gutachtengebühren ab 1. April 2014

| Die Gutachtengebühren bei der Abrechnung mit den Berufsgenossenschaften werden zum 1. April 2014 teils drastisch angehoben. Neben den in diesem Beitrag angeführten Gebühren sollen im Laufe des Jahres weitere Gutachtengebühren angehoben werden. Hierfür wollen die Vertragspartner Kassenärztliche Bundesvereinigung und Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung bis zum 30. Juni 2014 weitere Verhandlungen aufnehmen. |

Gebührenspanne entfällt bei freien Gutachten

Bemerkenswert ist, dass die seitherige Gebührenspanne bei freien Gutachten künftig zugunsten eines Festbetrags entfällt, wie die Tabelle zeigt:

 

Ziffer UV-GOÄ
Formulargutachten
Freie Gutachten
Bis 31.3.2014(Euro)
Neu ab 1.4.2014(Euro)

146

Vordruck A 4200 Erstes Rentengutachten

67,13

120,00

147

Vordruck A 4202

Erstes Rentengutachten Augen

67,13

120,00

148

Vordruck A 4500

Zweites Rentengutachten (Rente auf unbestimmte Zeit)

58,82

100,00

149

Vordruck A 4502

Zweites Rentengutachten Augen (Rente auf unbestimmte Zeit)

58,82

100,00

150

Vordruck A 4510

Rentengutachten (Nachprüfung MdE)

58,82

100,00

151

Vordruck A 4512

Zweites Rentengutachten Augen (Nachprüfung MdE)

58,82

100,00

152

Vordruck A 4520

Rente nach Gesamtvergütung

58,82

100,00

160

Ohne Fragestellung zum ursächlichen Zusammenhang

67,13 - 154,67

180,00

161

Mit Fragestellung zum ursächlichen Zusammenhang

84,05 - 236,16

280,00

165

Eingehend begründetes wissenschaftliches Gutachten

100,96 - 317,58

360,00

 

Überschreiten der Gebührensätze auf Antrag möglich

Weiterhin ist § 59 des BG-Vertrags zu beachten. Er bleibt unverändert und lautet: „Die Höchstsätze für frei erstattete Gutachten (Nrn. 160, 161, 165) dürfen bei Vorliegen besonderer Gründe und mit vorheriger Zustimmung des Unfallversicherungsträgers überschritten werden. Lehnt dieser einen dahingehenden vom Arzt gestellten Antrag ab, so ist das Gutachten zu den Sätzen nach Nr. 160 bzw. 161 bzw. 165 des Leistungs- und Gebührenverzeichnisses zu honorieren. Falls der Arzt damit nicht einverstanden ist, gibt er den Gutachtenauftrag unverzüglich an den Unfallversicherungsträger zurück.“

Quelle: Ausgabe 04 / 2014 | Seite 18 | ID 42591850