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·Fachbeitrag ·Telemedizin

Baden-Württemberg: Erste telemedizinische Praxis entlastet auch die Notaufnahmen

| Unter dem Namen DocDirekt wird ab Frühjahr 2018 in Stuttgart und im Landkreis Tuttlingen die erste telemedizinische Praxis ihre Arbeit aufnehmen. Patienten können sich im Notfall telefonisch von niedergelassenen Ärzten beraten lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) reagiert damit sowohl auf die steigende Zahl von Arztpraxen, die nicht nachbesetzt werden können als auch auf die zunehmende Zahl von Patienten, die die Notaufnahmen wegen banaler Beschwerden aufsuchen. |

 

Zwischen 9:00 und 19:00 Uhr können sich Patienten per Telefon, Videotelefonie oder Chat melden, wenn ihr Hausarzt nicht erreichbar ist. Ist ihr Zustand lebensbedrohlich, wird der Anruf direkt an die Rettungsleitstelle weitergeleitet. Andernfalls werden die Daten aufgenommen und ein Arzt ruft den Patienten zurück, erhebt die Anamnese und berät. Sofern notwendig ist, dass sich der Patient bei einem Arzt persönlich vorstellt, wird er an eine patientennah erreichbare Portalpraxis (PEP) weitergeleitet. Möglich wird das Modellprojekt durch eine Änderung der Berufsordnung. Bisher durften Ärzte nur telemedizinisch behandeln, wenn es zuvor einen persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt gegeben hatte. Diese Regelung hat die Landesärztekammer Baden-Württemberg geändert. Ist das Projekt in den beiden Modellregionen erfolgreich, soll es auf ganz Baden-Württemberg ausgedehnt werden.

Quelle: Ausgabe 01 / 2018 | Seite 1 | ID 45036395