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  • · Fachbeitrag · Personal

    Interner Recruiter oder Headhunter – wer sucht die leitende Oberärztin?

    von Maja Roedenbeck Schäfer, Recruiting-Beraterin, Berlin, recruiting2go.de

    Spätestens der letzte Krankenhaus-Rating-Report zeigt: Krankenhäuser müssen Kosten senken ( CB 07/2026, Seite 11 ff.). Der Einsatz von Personalberatungen bei der Besetzung von Schlüsselpositionen im Krankenhaus ist kostenintensiv und nicht immer notwendig. Wirtschaftlich denkende Chefärztinnen und Chefärzte kennen die Vor- und Nachteile und treffen individuelle Entscheidungen.

    Eine Personalberatung zu beauftragen ...

    Ein Nachfolger für die Chefarztposition wird gesucht, eine leitende Oberärztin als Stellvertretung oder ein ärztlicher Leiter für die ganze Klinik? Um Schlüsselpositionen zu besetzen, beauftragen Krankenhäuser oft automatisch eine Personalberatung. Diese Gewohnheit stammt noch aus einer Zeit, als es keine Inhouse-Recruiting-Teams gab und die „Post and Pray“-Methode („Stellenanzeige schalten und beten“) bei hochrangigen Vakanzen an ihre Grenzen stieß.

    ... ist für Krankenhäuser nicht immer notwendig

    Doch „Post and Pray“ funktioniert inzwischen auch bei Pflegekräften oder medizinischen Fachangestellten nicht mehr. In den vergangenen 15 Jahren haben Gesundheitseinrichtungen und -unternehmen umfangreich investiert, um eigene Recruitingabteilungen aufzubauen. Karrierewebsites wurden programmiert, Arbeitgebermarken mithilfe von Werbeagenturen entwickelt, berufserfahrene Recruitingkräfte eingestellt. Trotzdem wird bei Schlüsselpositionen oft nicht auf die interne Recruitingstrategie vertraut, sondern die Personalberatung herbeigerufen. Dabei haben externe Fachleute zwar ihre Vorteile, ihr Einsatz ist aber nicht immer notwendig.