· Fachbeitrag · Patientensicherheit
Sind überlange Dienstzeiten in der Anästhesie ein Risiko für die Patienten?
In der Anästhesiologie sind 24-Stunden-Dienste keine Seltenheit. Doch ab wann wird die Erschöpfung zum messbaren Risiko für den Patienten? Eine aktuelle US-Großstudie aus Stanford liefert alarmierende Daten: Während die Gesamtmortalität nur leicht steigt, zeigt sich bei Schichten über 12 Stunden eine signifikante Zunahme von Komplikationen. Für Chefärzte rückt damit die Dienstplangestaltung verstärkt in den Fokus des Risikomanagements.
Die Studienergebnisse im Detail
Forschende der Stanford University School of Medicine untersuchten anhand von Daten aus über 50 US-Kliniken insgesamt 1,6 Millionen chirurgische Eingriffe (2010–2020). Verglichen wurden die Behandlungsergebnisse ein und desselben Anästhesisten in regulären Schichten gegenüber „verlängerten Arbeitsphasen“ (Dienstbeginn nach bereits 16 Stunden ununterbrochener Arbeitszeit).
Das zentrale Ergebnis:
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