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  • ·Fachbeitrag ·Interview

    „Wir sind auf dem Weg zum papierlosen Krankenhaus!“

    | Der Softwaremarkt reagiert auf die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorangetriebene Digitalisierung in der medizinischen Versorgung. Medizintechnische Unternehmen entwickeln Online-Gesundheitskonten, die ausschließlich den Patienten gehören. Eines dieser MedTech-Unternehmen ist die vitabook GmbH aus Jesteburg im nördlichen Niedersachsen. Sie entwickelte eine Patientenakte, die krankenkassenunabhängig ist ‒ egal ob Patienten gesetzlich oder privat versichert sind. Genutzt wird diese elektronische Patientenakte (ePA) bereits vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH). Über die ersten Erfahrungen sprach Ursula Katthöfer (textwiese.com) mit Prof. Dr. med. Axel Merseburger, Direktor der Klinik für Urologie am Campus Lübeck des UKSH. |

     

    Frage: Warum wurde am UKSH eine elektronische Patientenakte eingeführt?

     

    Antwort: Wir möchten den Patienten auf dem Weg zum papierlosen Krankenhaus und im Sinne des Patientenrechtegesetzes die relevanten Dokumente schnellstmöglich nach ihrer Entlassung digital zur Verfügung stellen. Es geht darum, Patienten nicht nur während ihres stationären Aufenthalts bestmöglich zu versorgen, sondern sie auch im Anschluss optimal, individuell und patientengerecht versorgt nach Hause oder in die Anschlussversorgung zu entlassen. Es geht dabei um Entlassbriefe, Medikationspläne, Einwilligungserklärungen, Befunde, Labordaten und künftig auch radiologische Bilder. Dazu klären wir alle Patienten bei ihrer Aufnahme entsprechend auf. Willigen die Patienten in die Anlage eines Online-Gesundheitskontos ein, werden Daten des ambulanten oder stationären Aufenthaltes in dieses Konto eingepflegt. Wir lassen uns eine E-Mail-Adresse geben. Darüber erhalten die Patienten einen Link, mit dem sie die Gesundheitsakte eröffnen können. Wer keine E-Mail-Adresse angibt, erhält vom Anbieter einen Brief, der eine Anmeldung ermöglicht.