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  • · Fachbeitrag · Diagnostik

    „Eine unnötige Bettenbelegung ist viel teurer als die Teleradiologie!“

    Ein einzelnes Krankenhaus gab vor über 25 Jahren den Anstoß für das Netzwerk für Teleradiologie in Dillingen im Saarland. Heute gehören 140 Krankenhäuser zu den Kunden des Netzwerks. Ursula Katthöfer ( textwiese.com ) sprach mit dessen Gründer und Vorstand Dr. Torsten Möller, Facharzt für Radiologie und mehrfacher Buchautor.

     

    Frage: Herr Dr. Möller, versetzen wir uns in die 1990er-Jahre zurück. Wie startete die Teleradiologie?

     

    Antwort: In unserer radiologischen Gemeinschaftspraxis befundeten wir für zwei Krankenhäuser in der Nähe. Ein 25 Kilometer entferntes Haus wollte unseren Service ebenfalls. Das war ein Problem, denn Teleradiologie war Ende der 1990er-Jahre noch nicht erfunden. So kamen wir auf die Idee, nicht den Radiologen, sondern die Bilder auf die „Reise“ zu uns zu schicken. Datenleitungen gab es nicht. Aber die Post bot die technische Innovation Photophone an. Damit haben wir Röntgenbilder per Videokamera abgefilmt und per ISDN übertragen. Dieses Verfahren funktionierte gut und sprach sich herum, sodass wir vor 25 Jahren eine eigene Firma für die Teleradiologie gründeten.