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  • 03.02.2011 | Qualitätssicherung

    Neues Verfahren zum Datenfluss - ein Meilenstein für mehr Versorgungsqualität?

    In der externen Qualitätssicherung sollen zukünftig nicht nur stationäre Behandlungsabläufe dokumentiert werden, sondern zunehmend die gesamte Versorgungskette. Dafür ist es notwendig, die Daten aus den einzelnen Einrichtungen, in denen der Patient sich aufhielt, zusammenzuführen. Das ist nur möglich, wenn der Datensatz einen Rückschluss auf den Patienten enthält. Um dies unter Berücksichtigung der Datenschutz-Forderungen möglich zu machen, wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ein aufwendiges Verfahren für den Datenfluss entwickelt.  

    Datenmodell des G-BA für den Datenfluss

    In dem vom G-BA entwickelten Verfahren werden die Daten vom Leistungserbringer in einem mehrstufigen Verfahren verschlüsselt und dann verschickt: Die Qualitätssicherungsdaten und die Identifikation des Leistungserbringers sind anders verschlüsselt als die personenidentifizierenden Daten des Patienten. Diese Daten werden dann an die Daten-Annahmestelle geliefert und hier „weiterverarbeitet“. Die Annahmestelle erhält folgende Daten:  

    • QS-Daten (Schlüssel 1)
    • Name der Einrichtung (Schlüssel 1)
    • Patienten-Identifikation (Schlüssel 2)

     

    Die Annahmestelle kann die Personendaten nicht lesen (Datenschutz). Sie muss dafür sorgen, dass die nächste Instanz, die Vertrauensstelle, den Leistungserbringer nicht identifizieren kann. Daher verschlüsselt sie dessen Kennzahl. In der Vertrauensstelle kommen dann folgenden Daten an:  

    • QS-Daten (Schlüssel 1)
    • Pseudonym der Einrichtung (Schlüssel 1)
    • Patienten-Identifikation (Schlüssel 2)

     

    Im letzten Schritt erstellt die Vertrauensstelle dann ein Pseudonym für den Patienten. Hier ist es erforderlich, dass der gleiche Patient stets das gleiche Pseudonym erhält, damit die Daten später zusammengeführt werden können. Die Zuordnung erfolgt allerdings immer nur auf Ebene einer aktuellen Erkrankung. Wenn ein Patient zunächst mit einer Hüft-Prothese versorgt wird und später einen Kniegelenksersatz erhält, werden sich die dabei entstehenden Daten nach dem aktuellen Modell nicht zusammenführen lassen.