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·Fachbeitrag ·Unternehmenssicherung

Die Unternehmenskrise als Chance begreifen

von Norbert Jumpertz, München

| In Deutschland werden jährlich etwa 25.000 Firmen insolvent. Für die Betroffenen bedeutet dies meist eine gewaltige Zäsur: Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz, Gläubiger oft viel Geld sowie die Eigentümer beziehungsweise die Gesellschafter ihr ins Unternehmen investiertes Vermögen. Viele Insolvenzen wären allerdings vermeidbar gewesen, wenn rechtzeitig versucht worden wäre, eine Sanierung des kriselnden Unternehmens herbeizuführen. Für die Entscheidungsträger ist es hierfür meist äußerst hilfreich, eine Art „Krisenleitfaden“ zur Hand zu haben. |

1. Die Problematik von Unternehmenskrisen

In fast allen Unternehmen gibt es Zeiten, in denen es auch mal nicht so gut läuft. Diese sind kaum problematisch, sofern sie nur vorübergehend auftreten - etwa als Folge von Konjunkturschwankungen. Anders sieht es jedoch aus, wenn sich Produkte oder Dienstleistungen von Firmen nicht mehr so gut verkaufen und die Gewinne einbrechen, obwohl die Wirtschaft gut läuft. „Außenstehende denken wahrscheinlich, dass das Management solche Signale eigentlich erkennen und auf sie reagieren müsste“, sagt Unternehmensberater Andreas Bachmeier von Ecovis in Dingolfing. Doch gerade kleine und mittlere Firmen hätten allzu oft die Neigung, Strukturprobleme zu ignorieren. Statt durch eine systematische Ursachenanalyse konsequent und möglichst schnell eine Kehrtwende herbeizuführen, werde versucht, durch Hauruckaktionen und die Mobilisierung finanzieller Reserven die Lage zu stabilisieren, hat der Experte festgestellt.

 

Insbesondere kleinere inhabergeführte Unternehmen sind in einer Krise häufig überfordert. „Sie müssen mehrere Rollen ausfüllen, sie sind gefordert als Vertriebs-, Produktions-, Personal- und kaufmännischer Leiter“, erklärt Bachmeier. Aber sie seien in all diesen Bereichen nicht in gleicher Weise kompetent. Selbst bei größeren Mittelständlern ist das Management in Krisensituationen mitunter überfordert.