· Fachbeitrag · Digitalisierung im deutschen Mittelstand
Digitalisierung im deutschen Mittelstand mit dem KAFKA-Modell am Beispiel der Fraba GmbH
von Prof. Dr. Markus H. Dahm, Hamburg
Um den wachsenden Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen und erfolgreich am Markt bestehen zu können, müssen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle auf Chancen und Wachstumspotenziale im Rahmen der Digitalisierung analysieren. Gleichzeitig gilt es, Hemmnisse abzubauen und Risiken entgegenzuwirken. Das KAFKA-Modell kann dabei eine gute Hilfestellung bieten.
1. Aktueller Stand der Digitalisierung im Mittelstand
Der Megatrend Digitalisierung wird zunehmend zu einem Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). KMU machen mit 99,4 % den Großteil aller Unternehmen in Deutschland aus und bilden so den Kern der deutschen Wirtschaft. Um einen Überblick über den aktuellen Stand der Digitalisierung im Mittelstand zu erhalten, kann der Digitalisierungsindex des BMWK (www.iww.de/s10657) herangezogen werden. Der Digitalisierungsindex misst den Stand der Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland anhand von 37 Indikatoren, die die verschiedenen Dimensionen der Digitalisierung beschreiben. Dazu gehören unternehmensinterne Faktoren, die die Unternehmensaktivitäten wie Prozesse und Produkte abbilden, sowie unternehmensexterne Faktoren, die das Unternehmensumfeld veranschaulichen. Darunter sind z. B. die technische Infrastruktur und der Fachkräftemangel in Digitalisierungsberufen zu verstehen. Diese Indikatoren werden zu einem Indexwert aufsummiert, der den Digitalisierungsgrad widerspiegelt.
Der Mittelstand erreichte im Jahr 2023 einen Indexwert von 122,39 und liegt damit zwischen den Großunternehmen mit einem Indexwert von 191,8 und den Kleinunternehmen mit einem Indexwert von 94,5. Insbesondere in den Kategorien Prozesse und Qualifizierung schnitten mittelständische Unternehmen überdurchschnittlich gut ab. So ist es ihnen u. a. gelungen, ihre Prozesse stärker mit dem externen Marktumfeld zu vernetzen und ihren IT-Fachkräften eine Vielzahl an Weiterbildungen anzubieten. Unterdurchschnittliche Werte erzielten sie in den Kategorien Produkte sowie Forschungs- und Innovationstätigkeiten. Damit ist der Umsatz gemeint, der mit rein digitalen Produkten erwirtschaftet wurde. Zudem ist bei den Forschungsvorhaben z. B. auch der Anteil an Beschäftigen in Forschungsaktivitäten geringer.
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