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  • ·Fachbeitrag ·Bewertung des Humankapitals

    Human Ressource Accounting: Die Eignung der Saarbrücker Formel

    von Dr. Peter Hoberg, Worms

    | Humankapital bzw. das Arbeitsvermögen der Mitarbeiter stellt eines der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Unternehmen dar. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Humankapital als zentraler Vermögenswert monetär dargestellt werden kann. Dabei liegt der Fokus auf der Eignung des Mess- und Steuerungsinstruments „Saarbrücker Formel“. |

    1. Einleitung

    Langfristig ist ein Unternehmen nur so gut wie seine Mitarbeiter. Sie stellen somit den wichtigsten Erfolgsfaktor dar. Aber gerade dieser Faktor wird im Rechnungswesen nicht umfassend abgebildet. Im externen Rechnungswesen tauchen die Mitarbeiter nur als Aufwand in vielfältiger Form auf. Neben den direkten Personalkosten durch Löhne und Gehalt werden auch die Arbeitgebersozialabgaben erfasst und auch weitere Kosten z. B. für betriebliche Altersversorgung oder Fortbildungsaufwand. Dass die Mitarbeiter Wert erzeugen, lässt sich im externen Rechnungswesen nur indirekt ableiten, nämlich dann, wenn die Nettopreise nach allen Rabatten (vgl. Hoberg [2018a] nicht nur den Materialaufwand, den Energieaufwand, den Aufwand für AfA usw. abgedeckt haben, sondern auch noch den Personalaufwand.

     

    Als Aktivum tauchen die Mitarbeiter praktisch nie in der Bilanz auf. Eine Ausnahme bestünde beim Unternehmenskauf, wenn für das gekaufte Unternehmen ein Goodwill als Differenz zwischen Kaufpreis einerseits und Aktiva und Schulden andererseits bilanziert wird. In diesem Goodwill kann ein Teil eines hohen Kaufpreises für besonders gute Mitarbeiter enthalten sein. Ob die Mitarbeiter nach der Übernahme dann bleiben, ist eine andere Frage. Somit lässt sich festhalten, dass das externe Rechnungswesen in der Bilanz nur wenige Möglichkeiten bietet, den Wert des wichtigsten Erfolgsfaktors abzubilden. Selbst eine Aktivierung von Investitionen in die Fortbildung der Mitarbeiter ist kaum möglich. Die Schulungskosten laufen in den Aufwand.