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  • ·Fachbeitrag ·Unternehmensfinanzierung

    Wie Unternehmen in Sachen Finanzierung die Abhängigkeit von der Bank verringern

    von Dipl.-Betriebswirt Jörgen Erichsen, Leverkusen

    | Viele Unternehmer machen momentan die Erfahrung, wie schwierig es ist, einen neuen Kredit von der Bank zu bekommen oder einen bestehenden Vertrag zu verlängern. Ein zentraler Grund ist die Corona-Krise. Zeit also zu prüfen, ob und wie Unternehmer in Sachen Finanzierung die Abhängigkeit von der Bank verringern können. Der Beitrag zeigt, wie sich der Kapitalbedarf ermitteln und reduzieren sowie die Finanzierungsstruktur verbessern lässt. Zusätzlich erhalten Sie eine Arbeitshilfe an die Hand, mit der die Umsetzung kurzfristig begonnen werden kann. |

     

    • Hinweise zur Arbeit mit der Excel-Datei

    Zum Beitrag gehört eine Excel-Arbeitshilfe mit fünf Tabellenblättern, die zum Teil miteinander verknüpft sind (Abruf-Nr. 46743891).

     

    1. Unternehmer sollten ihre Finanzierungsstruktur prüfen

    Kleine und mittelständische Betriebe sind in Deutschland überwiegend klassisch mit Eigenkapital und Fremdkapital in Form von Bankkrediten finanziert. Das ist insofern günstig, als dass die Finanzierungsstruktur gut nachvollziehbar ist und es nur wenige Ansprechpartner gibt. Allerdings haben Kredite den weitaus höheren Anteil am gesamten Finanzierungsvolumen. Schätzungen gehen davon aus, dass es in kleineren Unternehmen im Mittel nur 10 ‒ 15 % Eigenkapital gibt. Der Rest sind im Wesentlichen Bankdarlehen. Das bedeutet zum einen, dass Unternehmer extrem von ihrer Bank abhängig sind und hohe Schulden zur Verschlechterung der Bonität beitragen. Zum anderen bedeutet es, dass die Lasten durch Tilgungen und Zinsen steigen und es kaum Reserven gibt, mit denen man den Betrieb zumindest einige Wochen „über Wasser halten kann“, wenn es zu einer Krise wie Corona kommt.