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01.12.2006 | Finanzierung und Investition

Rentabilitätsvergleichsrechnung – Instrument zur Beurteilung von Investitionen und Projekten

von Prof. Dr. Ralf Dillerup, Heilbronn

Die Rentabilitätsvergleichsrechnung eignet sich zur Auswahl von alternativen Investitionsobjekten ebenso wie zur Beurteilung von Einzel- bzw. Ersatzinvestitionen. Dabei baut die Rentabilitätsvergleichsrechnung auf der Kosten- und Gewinnvergleichsrechnung auf, die jedoch nur eine relative Vorteilhaftigkeit von Investitionen – ohne Berücksichtigung des erforderlichen Kapitaleinsatzes – ermitteln kann. Aus diesem Grunde erscheint die Ergänzung um ein dynamisches Investitionsverfahren empfehlenswert. Nachfolgend wird anhand eines Beispiels die Anwendung in der Praxis dargestellt. 

1. Bedeutung für die Unternehmensführung

Investitionen haben eine gravierende Bedeutung für Unternehmen, da sie sowohl Erfolgspotenziale als auch Kostenstrukturen langfristig prägen. Der Unternehmenserfolg wird nachhaltig durch die Investitionstätigkeit beeinflusst. Daher ist die betriebswirtschaftliche Beurteilung von Investitionen eine elementare Managementaufgabe.  

 

Investitionen zielen darauf ab, Finanzmittel zu binden, um daraus zukünftig Mehrwert zu generieren. Nach der Art des Nutzens kann unterschieden werden in: 

 

  • Ersatzinvestitionen, bei denen abgenutzte oder technisch überalterte Anlagen erneuert werden, um bisherige Geschäfte weiterzuführen.
  • Rationalisierungsinvestitionen ermöglichen bestehende Geschäfte effizienter zu erfüllen.
  • Erweiterungsinvestitionen schaffen Kapazität zur mengenmäßigen Ausdehnung bestehender Geschäfte.
  • Neuinvestitionen eröffnen bislang nicht wahrgenommene Geschäfte.
  • Sozial- und Umweltinvestitionen erfüllen rechtliche oder moralische Verpflichtungen für das bestehende Geschäft, z.B. durch Sozialeinrichtungen oder Umweltschutzmaßnahmen.