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01.12.2007 | Betriebsvergleich und Statistik

Instrumente zur Beratung und Analyse von Dienstleistungsbetrieben am Beispiel des Friseurs

von Dr. Dorothee Böttges-Papendorf, Steuerberaterin

Dienstleistungsbetriebe werden immer wichtiger. Das gilt nicht nur für die Volkswirtschaft, sondern auch in der Beratungspraxis des Steuerberaters. Schon rein zahlenmäßig nehmen Freiberufler und „sonstige Dienstleister“ zu. Am Markt sind viele Programme verfügbar, die den Unternehmern versprechen, dass das gesamte Betriebsmanagement einschließlich Buchführung und Finanzen „easy“ zu bewältigen sei. Auch wenn das nicht immer so ganz stimmt und die meisten Mandanten das auch über kurz oder lang merken: So ist doch erkennbar, dass hier Ansprüche geweckt werden und mit ansprechenden Auswertungen befriedigt werden, die mit der Übergabe einer einfachen und unkommentierten SuSa mit BWA oder eines Standard-Jahresabschlusses nicht ausreichend bedient werden. D.h. auch beratungsorientierte Steuerberater sollten sich passende Auswertungen für Ihre Mandanten zurechtlegen. 

1. Anspruchsvolle und trotzdem einfache Instrumente –kein Widerspruch!

Natürlich muss man berücksichtigen, dass viele dieser Freiberufler und sonstigen Dienstleister nur relativ überschaubare Betriebe führen. Entsprechend muss auch das Instrumentarium mit überschaubaren personellen und finanziellen Mitteln darstellbar sein. Beim Steuerberater kommt als selbstverständliche Zusatzforderung hinzu, dass es auch richtig, fundiert und aussagefähig sein muss. Das Problem haben die Anbieter „einfacher“ Finanzmanagementsysteme nicht! Hier kann der Anwender später sehen, wie er klar kommt. Was der Steuerberater jedoch präsentiert, muss Hand und Fuß haben und trotzdem bezahlbar bleiben. Das ist kein Widerspruch, wenn man grundlegende Instrumente mit modernen Präsentations- und Aufbereitungstechniken verbindet.  

 

1.1 Excel als Basis

Basierend auf einfachen Excel-Tabellen, kann man hier mit dem (internen) Betriebsvergleich sowie mit einer Zahlenaufbereitung entsprechend den Richtsätzen der Finanzverwaltung (sogenannte „Statistik“) bereits einiges erreichen. Voraussetzung sind brauchbare Kenntnisse in der Anwendung von Excel-Tabellen sowie in der Anfertigung einfacher Grafiken. 

 

1.2 Bekannte, grundlegende Schemata verwenden

Dabei wird hier nicht auf fertige Programme gesetzt, die mundgerechte Auswertungen liefern und Mandanten kurzfristig „begeistern“, sondern auf einfach anwendbare grundlegende Schemata, die programmunabhängig und kostengünstig in der eigenen Praxis eingeführt werden können und langfristig sinnvolle Auswertungen liefern. Dazu wird hier nachfolgend am Beispiel des Friseurhandwerks dargestellt, wie ein solches Auswertungssystem basierend auf 

  • den Kostenstrukturstatistiken des Statistischen Bundesamtes sowie
  • den Richtsatzsammlungen der Finanzverwaltung