13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Kinderbetreuungskosten können auch dann wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn aktuell keine berufliche Tätigkeit ausgeübt wird, die Aufwendungen aber im Hinblick auf die zukünftige Aufnahme einer Tätigkeit verausgabt werden. Damit widerspricht das FG Düsseldorf der Verwaltungsauffassung zu der noch bis Ende 2011 geltenden Rechtslage, die nur eine Unterbrechung der Erwerbstätigkeit bis zu vier Monaten als unschädlich ansieht. Die §§ 9 Abs. 5, 9 c Abs. 1 ...
> lesen
13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Eine Berufsausbildung erfordert - entgegen der Verwaltungsauffassung - keinen öffentlich-rechtlich geordneten Ausbildungsgang. Vielmehr ist bereits ausreichend, dass sie berufsbezogen erfolgt und eine Grundbedingung für die geplante Berufsausübung darstellt. Daher kann eine Flugbegleiterin nach dem Urteil vom FG Köln ihre Aufwendungen für die Pilotenausbildung als vorweggenommene Werbungskosten geltend machen, auch wenn sie außer der betriebsinternen Schulung bei einer Fluggesellschaft ...
> lesen
13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ausgaben zur Tilgung einer Bürgschaftsverpflichtung durch den Arbeitnehmer einer Gesellschaft führen auch dann zu nachträglichen Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, wenn eine Gesellschafterstellung vereinbart ist. In einem solchen Fall kann nach dem Urteil des BFH die Tilgung geltend gemacht werden, wenn bereits die Übernahme der Bürgschaftsverpflichtung beruflich veranlasst war.
> lesen
13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der BFH hat in zwei Urteilen konkretisiert, wann die Entfernungspauschale auch für einen längeren Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte in Anspruch genommen werden kann. Grundsätzlich wird nur die kürzeste Entfernung akzeptiert. Die Ausnahme gilt dann, wenn eine andere Verbindung offensichtlich verkehrsgünstiger ist und vom Arbeitnehmer regelmäßig benutzt wird. Dabei ist eine Mindestzeitersparnis von 20 Minuten nicht stets erforderlich. Vielmehr sind alle Umstände des Einzelfalls wie ...
> lesen
13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Den Investitionsabzugsbetrag gibt es - neben anderen Voraussetzungen - nur dann, wenn das Wirtschaftsgut in einer Betriebsstätte fast ausschließlich betrieblich genutzt wird. Dies ist der Fall, wenn das Wirtschaftsgut zu mindestens 90 % betrieblich genutzt wird. Wird ein Wirtschaftsgut in mehreren Betrieben genutzt, ist eine außerbetriebliche Nutzung zu bejahen, wenn die Nutzung in einem „anderen Betrieb” des Steuerpflichtigen erfolgt. In diesem Fall ist der Abzugsbetrag zu versagen. Es ...
> lesen
13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Liegt den Einkünften keine aktive Tätigkeit zugrunde, sind diese nicht in die Bestimmung des Mittelpunkts der beruflichen Betätigung einzubeziehen. Die Begrenzung beim häuslichen Arbeitszimmer kommt nicht in Betracht. Das gilt nach einem Urteil des FG Niedersachsen insbesondere für Alters-einkünfte wie Pensionen oder Renten. Grundsätzlich gefördert wird nur, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht oder das Arbeitszimmer den ...
> lesen
13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Erwerbsnebenkosten sind bei einem unentgeltlichen Anschaffungsvorgang zwar nicht sofort in vollem Umfang, wohl aber verteilt über mehrere Jahre im Wege der Abschreibung steuerlich abzugsfähig. Nach einem Urteil des FG Münster handelt es sich bei den Aufwendungen dem Grunde nach um Werbungskosten, wenn sie zur Erzielung von Einkünften getätigt werden. Das gebietet der Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung. Ein Abzugsverbot verstößt gegen das objektive Nettoprinzip.
> lesen
13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ein bilanzierender Gewerbetreibender, dem eine Eigentumswohnung gehört und der Zahlungen in eine von der Wohnungseigentümergemeinschaft gebildete Instandhaltungsrückstellung geleistet hat, hat seine Beteiligung an der Instandhaltungsrückstellung mit dem Betrag der geleisteten und noch nicht verbrauchten Einzahlungen zu aktivieren, so der BFH in einer aktuellen Entscheidung.
> lesen
13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Bewirtung von Kunden und Lieferanten oder der Galaempfang zum Betriebsjubiläum unterliegen auch bei einem Unternehmen wie einem Hotel mit Restaurants und Veranstaltungsräumen der Abzugsbeschränkung des § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG. Daraus folgt, dass Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass den Gewinn nicht mindern dürfen, soweit sie 80 % (im Streitjahr waren es noch 70 %) der Aufwendungen übersteigen, die nach der allgemeinen Verkehrsauffassung als angemessen ...
> lesen
13.03.2012 · Fachbeitrag aus AStW ·
Leistet der Arbeitgeber ohne Rücksicht auf die Höhe der tatsächlich erbrachten Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit oder Nachtarbeit pauschale Zuschläge an den Arbeitnehmer, sind diese Zuschläge nach § 3b EStG begünstigt. Voraussetzung ist jedoch, dass diese Zuschläge übereinstimmend als Abschlagszahlungen oder Vorschüsse auf eine spätere Einzelabrechnung zum jährlichen Abschluss des Lohnkontos geleistet werden. Hierauf kann im Einzelfall nur verzichtet werden, wenn die Arbeitsleistungen ...
> lesen