09.04.2026 · Nachricht aus VVP · Gesetzliche Unfallversicherung
Ein Arbeitnehmer unterbricht den versicherten Weg zum Ort seiner Tätigkeit mit dem eigenen Pkw, wenn er die Straße verlässt, in einen Waldweg einbiegt und dort aussteigt, um seine Notdurft zu verrichten. Denn auch die Notdurft gehört zu den privatnützigen Verrichtungen, die grundsätzlich dem unversicherten persönlichen Lebensbereich zuzurechnen sind. Das entschied das BSG und bestätigt damit das Urteil des LSG Baden-Württemberg.
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09.04.2026 · Nachricht aus VVP · Gesetzliche Unfallversicherung
Sprechen die objektiven Umstände deutlich dafür, dass der Versicherte seine versicherte Tätigkeit im Arbeitszimmer spätestens mit dem Durchschreiten der Tür beendet hat, stellt das anschließende Herabsteigen einer Treppe keinen (versicherten) Betriebsweg dar, sondern ist als unversicherte Wegzurücklegung zu werten. Der Sturz auf der Treppe vom Home-Office zum privaten Wohnbereich ist daher nicht als Arbeitsunfall anzuerkennen. Das hat das SG Hamburg entschieden.
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08.04.2026 · Nachricht aus VVP · Vermittlerrecht/Fernabsatz
Der elektronische Widerrufsbutton wird zum 19.06.2026 Pflicht. Betroffen sind auch Versicherungsmakler und -vertreter, etwa Assekuradeure (üblicherweise Mehrfachvertreter), die online Versicherungsverträge an Verbraucher vermitteln, und zwar regelmäßig in einem im Fernabsatz organisierten Vertriebssystem (also nicht nur gelegentlich). Sie müssen die neuen technischen und rechtlichen Vorgaben beachten. Bieten sie demnach Versicherungsverträge an, z. B. über ein Online-Portal, ein ...
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02.04.2026 · Fachbeitrag aus VVP · Courtage
Zum Alltag des Versicherungsmaklers gehört es, dass ein Versicherer eine Courtagevereinbarung kündigt. Mal geschieht dies mit, mal ohne Angabe eines Kündigungsgrundes. Der folgende Beitrag erläutert, was rein rechtlich gilt, wenn ein Versicherer die Courtagevereinbarung kündigt.
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02.04.2026 · Nachricht aus VVP · Versicherungsrecht
Dem Versicherer steht nach § 39 Abs. 1 S. 2 Alt. 2 VVG im Fall der Beendigung des Versicherungsverhältnisses durch eine von ihm erklärte Anfechtung nur die tatsächlich vereinbarte Prämie bis zum Wirksamwerden der Anfechtungserklärung zu. Der Versicherer kann hingegen nicht die Prämie verlangen, die er ohne die zur Anfechtung berechtigende Täuschung des Versicherungsnehmers bei zutreffender Kalkulation verlangt hätte. Dies hat der BGH zu einem Vertrag über eine ...
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31.03.2026 · Nachricht aus VVP · Vermittlerrecht/Fernabsatz
Ein VVP-Leser fragt: Ich habe den Beitrag über den Widerrufsbutton gelesen. Wie ist es, wenn ich über meine Webseite den Kunden auf die Webseite des Versicherers weiterleite bzw. verlinke, damit er letztlich dort den Vertrag online abschließen kann?
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31.03.2026 · Fachbeitrag aus VVP · Wohngebäudeversicherung
Der Schwamm-Ausschluss in der Wohngebäudeversicherung gefährdet nach einem Urteil des OLG Köln den Vertragszweck einer Gebäudeversicherung nicht. Er kann somit wirksam vereinbart werden. Damit dürfen Versicherer weiter Leistungen auf abgrenzbare Nässeschäden begrenzen – auch wenn Leitungswasser den Schwammbefall ausgelöst oder mitverursacht hat. Vermittler sollten ihre Beratung anpassen.
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23.03.2026 · Fachbeitrag aus VVP · Arbeitgeberleistungen
Ein mehrwöchiges Gesundheitstraining liegt nicht im ganz überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers, wenn es vorrangig auf die Stärkung individueller Gesundheitskompetenz abzielt und nicht spezifisch berufsbedingte Beeinträchtigungen betrifft, so das FG Nürnberg. Es kommt dann allenfalls die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 34 EStG bis zu 600 Euro infrage. Ob das der BFH auch so sieht, wird sich zeigen.
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23.03.2026 · Fachbeitrag aus VVP · Aktivrente
VVP hat Sie in Ausgabe 03/2026 umfangreich über die Spielregeln bei der neuen Aktivrente informiert. Am 06.02.2026 hat das BMF dazu Antworten auf „frequently asked questions“ (FAQ) veröffentlicht. Dennoch erreichen die Redaktion immer wieder neue Fragen, die großteils auch durch die FAQ bislang unbeantwortet sind. VVP geht nachfolgend auf fünf davon im Detail ein.
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18.03.2026 · Fachbeitrag aus VVP · Arbeitslohn
Aufwendungen des Arbeitgebers für einen Empfang anlässlich der Verabschiedung eines Arbeitnehmers in den Ruhestand führen bei dem zu
Verabschiedenden nicht zu Arbeitslohn, wenn es sich bei der Veranstaltung um ein Fest des Arbeitgebers handelt. Dies gilt auch, soweit die
Aufwendungen des Arbeitgebers anteilig auf den Arbeitnehmer selbst und vom Arbeitgeber eingeladene Familienangehörige des Arbeitnehmers
entfallen. Diese erfreuliche Aussage hat der BFH getroffen.
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