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·Fachbeitrag ·Sachverständigenhonorar

Hebebühne erforderlich - Kosten erstattungsfähig

| Muss das Fahrzeug für eine ordnungsgemäße Schadenbegutachtung hochgehoben werden, und nutzt der Sachverständige dazu eine Hebebühne der Werkstatt, darf die Werkstatt dafür Kosten berechnen. Der eintrittspflichtige Haftpflichtversicherer muss diese Kosten erstatten, urteilte das AG Schwäbisch Gmünd. |

 

Wörtlich heißt es in dem Urteil: „ ... wie auch teils aus den Lichtbildern hervorgeht, wurde das Fahrzeug auf eine Hebebühne verbracht und vom Sachverständigen begutachtet. Nicht jeder Sachverständige verfügt über eine eigene Hebebühne, ein sorgfältig arbeitender Sachverständiger ist wie hier insoweit auf fremde Hilfe angewiesen, es leuchtet ein, dass eine Reparaturwerkstatt dies auch in Rechnung stellt, hätte der Sachverständige über eine eigene Hebebühne verfügt, so hätte er im Übrigen die hierdurch veranlassten Kosten in seinem Gutachten berechnen können.“ (AG Schwäbisch Gmünd, Urteil vom 17.3.2014, Az. 4 C 890/13; Abruf-Nr. 140917; eingesandt von Rechtsanwältin Birgit Schwarz, Weißenhorn). Das ist schadenrechtlich zweifellos richtig, wobei sowohl die Variante der Berechnung an den Kunden als auch die der Berechnung an den Schadengutachter möglich ist.

 

PRAXISHINWEIS | Diese Schadenposition leidet immer ein wenig unter dem Imageschaden, so etwas wie eine Provision an den Gutachter für die Vermittlung des Auftrags zu sein. Deshalb sehen manche Gerichte das auch skeptisch. Wenn die Kosten aber nur berechnet werden, wenn die Besichtigung auf der Bühne zwingend erforderlich war, kann man das tun, ohne in den Ruch der Beutelschneiderei zu geraten.

Quelle: Ausgabe 04 / 2014 | Seite 3 | ID 42598057