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·Fachbeitrag ·Reparaturkosten

Verweis auf andere Preise auch bei konkreter Reparatur?

| Es flackert immer wieder mal auf, und nun liegt wieder ein Beispiel dafür vor: Der Geschädigte hat tatsächlich reparieren lassen, die Rechnung wird dem gegnerischen Haftpflichtversicherer zur Regulierung eingereicht. Der kürzt im Rahmen der schadenrechtlichen Erstattung die Beträge auf die Kosten, die angeblich in einem „Referenzbetrieb“ entstanden wären. |

 

Hintergrund | Vorbild dazu ist offenbar die Rechtsprechung des BGH zur fiktiven Abrechnung. Da kann ja unter bestimmten Umständen bei Fahrzeugen, die älter als drei Jahre und nicht durchgehend in der Markenwerkstatt repariert oder gewartet wurden, ein Verweis auf andere gleichwertige Werkstätten greifen. Ob das bei einer tatsächlich durchgeführten Reparatur rechtlich überhaupt möglich ist, bedarf der Klärung durch die Rechtsprechung und am Ende durch den BGH. Nach unserer Einschätzung geht das jedenfalls nicht mehr, wenn der Reparaturauftrag bereits erteilt ist, erst recht nicht nach erfolgter Reparatur.

 

Die Besonderheit im vorliegenden Fall ist, dass der Geschädigte gar keine Markenwerkstatt beauftragt hatte, sondern einen Lackierbetrieb, der auch Karosseriearbeiten durchführt. Doch selbst von dessen Preisen will der Versicherer bei der Erstattung noch einmal 3 Euro pro Arbeitsstunde abziehen. Auffällig ist auch, dass hier die ADAC Autoversicherung AG als Vorreiter auftritt. Für den Fall, dass solche Versuche nun öfter unternommen werden, haben wir den Textbaustein 383 formuliert.

 

Weiterführender Hinweis

  • Textbaustein 383: Kein Verweis auf andere Preise bei Reparatur (H)
Quelle: Ausgabe 12 / 2014 | Seite 1 | ID 43076432