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·Fachbeitrag ·Fiktive Abrechnung

Fiktive Abrechnung bei tatsächlicher Reparatur im Ausland

| Lässt der aus dem Ausland stammende Geschädigte das verunfallte Fahrzeug in seinem Heimatland zu den dortigen deutlich niedrigeren Preisen vollständig und fachgerecht reparieren, kann er nicht die auf Grundlage deutscher Verhältnisse prognostizierten Kosten fiktiv abrechnen. Die Obergrenze sind dann - so das OLG Stuttgart - die tatsächlichen Kosten, bei durch den Unfall nicht fahrbereiten Fahrzeugen allerdings zuzüglich der Transportkosten zum ausländischen Reparateur. |

 

Der Versicherer wusste von der Reparatur im Ausland, weil ein Fall mit Haftungsquote vorlag und der Geschädigte im ersten Schritt seine (tschechische) Vollkaskoversicherung in Anspruch nahm und wegen der Reste nach dem Quotenvorrecht gegen den deutschen Haftpflichtversicherer des Schädigers vorging. Der Unfall hatte sich in Deutschland ereignet, sodass insoweit deutsches Recht gilt (OLG Stuttgart, Urteil vom 30.6.2014, Az. 10 U 1750/13; Abruf-Nr. 142881).

 

PRAXISHINWEIS | Die entschiedene Situation ist eine andere, als wenn eine grenznahe deutsche Werkstatt eine Werkstatt im Ausland als Subunternehmer in Anspruch nimmt. Denn der Vertragspartner des Geschädigten ist die deutsche Werkstatt, deren Preise sind dann maßgeblich. Und deren Rechnung rechnet der Geschädigte dann konkret ab. Auf die Einkaufskonditionen der Werkstatt kommt es dabei nicht an.

weiterführender Hinweis

  • Beitrag „Kfz-Unfälle im Ausland oder mit Ausländern - die Rechtslage im Überblick“, UE 6/2014, Seite 16
Quelle: Ausgabe 12 / 2014 | Seite 3 | ID 43064036