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01.10.2006 | Fragwürdige Praktiken der Versicherungen

Darf die Versicherung unsere Stammkunden in andere Betriebe lenken?

Frage

Immer häufiger wenden sich die zahlungspflichtigen Haftpflichtversicherungen an unsere Kunden und versuchen, sie in andere Werkstätten zu lotsen. Wir empfinden das als unlauter. Für eine gezielte Argumentationshilfe wären wir dankbar.  

 

Antwort

Wenn Ihr Kunde Ihnen bereits einen Reparaturauftrag erteilt hat, und die Versicherung versucht, Ihren Kunden zum Vertragsbruch zu bewegen, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein wettbewerbsrechtlich relevanter Vorgang. Dabei kommt es aber so sehr auf die Details an, dass Sie einen wettbewerbsrechtlich kompetenten Rechtsanwalt mit der Prüfung beauftragen sollten. 

 

Wenn die Versicherung Ihren Kunden zu beeinflussen versucht, bevor er bei Ihnen den Auftrag erteilt hat, sollten Sie Ihrem Kunden erklären, dass er in Haftpflichtschadenfällen noch immer das Recht hat, die Werkstatt seines Vertrauens zu wählen. Stärken Sie ihm also den Rücken. 

 

Doch manchmal werden Sie dazu gar nicht die Gelegenheit haben. Wenn der Kunde also auf die Offerte der Versicherung eingeht, ohne dass Sie bis dahin Kontakt zu ihm hatten, geht der Vorgang an Ihnen vorbei. 

 

Also hilft nur vorbeugende Aufklärung. Die Schwierigkeit liegt darin, den Kunden „im Bedarfszeitpunkt“ zu informieren. Statistisch hat er etwa alle zehn Jahre einen Unfall. Die Information von heute mag bis dahin vergessen sein. Im Moment allerdings ist ein durchaus günstiger Zeitpunkt: Die Problematik rund um die Kraftfahrtversicherung wird in den Zeitungen auch außerhalb der Fachkreise thematisiert. Der Boden ist also besser bereitet als sonst. 

 

Unser Service: Wir haben anhand eines zurzeit sehr typischen Schreibens einer Versicherung einige Informationen zusammengestellt, die Ihnen als Anregung für eine Kundeninformation dienen können. Den Textbaustein dazu finden Sie nachfolgend unter „weitere Dokumente“. 

Quelle: Ausgabe 10 / 2006 | Seite 14 | ID 97966