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  • ·Fachbeitrag ·Zusammenspiel des Steuerrechts mit dem Zivilrecht

    Vermögensverwaltungsgesellschaft Teil 3: Einkommensteuer

    von StB Thomas Breit, Hamburg, www.steuerberatung-breit.de

    | Bei einer Vermögensverwaltungsgesellschaft geht es um die Gestaltung einer steueroptimierten Übertragung des Familienvermögens von den (i. d. R.) Eltern auf ihre Kinder/Enkelkinder, bei der die Eltern rechtlich ihre Herrschaft über das „hingegebene“ Vermögen zurückbehalten, die größtmögliche Flexibilität für die Nachfolgeplanung haben und gleichzeitig ihre Altersabsicherung regeln. | 

     

    1. Einkommensteuerliche Gestaltung

    Die Überführung von privatem Vermögen auf eine Vermögensverwaltungsgesellschaft ist grundsätzlich ein einkommensteuerpflichtiger Vorgang. Dabei kommt es darauf an, ob man die Hingabe entgeltlich gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten vereinbart, oder ob man das Vermögen schlicht in die Gesellschaft einlegt. Das hinzugebende Vermögen unterliegt der einkommensteuerlichen Beurteilung nach § 17 EStG bei wesentlichen Anteilen an Kapitalgesellschaften (ab 1 %), § 20 Abs. 2 Nr. 1 EStG bei nicht wesentlichen Anteilen an Kapitalgesellschaften und § 23 EStG bei anderen Wirtschaftsgütern, vor allem bei Grundstücken.

     

    Die Entscheidung über Engeltlichkeit oder Unentgeltlichkeit kann grundsätzlich frei gestaltet werden bzw. so bestimmt werden, dass die optimalen steuerlichen Folgen dabei herauskommen. Soweit Sie sich für Entgeltlichkeit entschieden haben, tauscht der Einbringende sein Vermögen gegen (neue) Anteile an der Gesellschaft. Unentgeltlich ist die Übertragung soweit er sein Vermögen ohne Gegenleistung in die Gesellschaft einbringt, und soweit er sein Vermögen ohne Gegenleistung einbringt, insoweit also kein Entgelt oder keine Anteile von ihr zurückerhält. Bei einem Tausch kann ein steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft vorliegen (§§ 23, 17 EStG).