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  • · Fachbeitrag · Strategische Exit-Strukturierung

    Ein chronologischer Masterplan zur Steigerung des Transaktionswerts

    von Friedrich von Boeselager, Senior M & A-Berater · Rechtsanwalt

    Im vorangegangenen Beitrag (PU 02/2026) wurde die Strukturierungsphase (Verkaufsreadiness) als das steuerliche Fundament eines jeden Unternehmensverkaufs schon kurz vorgestellt. Doch für den beratenden Steuerberater stellt sich die konkrete Anschlussfrage: Wie tief muss diese Vorbereitung wirklich gehen, um den Mandanten vor Kaufpreisabschlägen oder gar dem Scheitern des Verkaufs seines Lebenswerks zu bewahren?

    1. Transaktionsfähig: Steuerberater legt das Fundament

    Lange bevor der Käufermarkt angesprochen wird, muss das Fundament gelegt werden. Die zentrale Aufgabe des Steuerberaters liegt darin, das Unternehmen „transaktionsfähig“ zu machen. Dies umfasst primär die steuerliche Gestaltung, etwa durch die Schaffung von Holding-Strukturen oder Umwandlungen nach dem Umwandlungssteuergesetz (UmwStG), um die Last des späteren Veräußerungsgewinns zu minimieren. Da hierbei oft Sperrfristen greifen (z. B. sieben Jahre bei Einbringungen nach § 20 UmwStG), muss diese Phase idealerweise Jahre vor dem Verkauf eingeleitet werden.

     

    Zudem wird die Trennung von privaten und geschäftlichen Sphären essenziell. Die Herauslösung von privat genutzten Immobilien oder Fahrzeugen erhöht die Transparenz und Marktfähigkeit. Ein entscheidendes Instrument kann hierbei die Vendor Due Diligence (VDD) sein, bei der der Verkäufer das Unternehmen durch eigene Berater prüfen lässt, um Schwachstellen proaktiv zu beheben und „Deal-Breaker“ zu neutralisieren.