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  • ·Fachbeitrag ·Der Steuerberater als Nachfolgecoach

    Kritischer Blick auf das Geschäftsmodell kann in der Nachfolgevorbereitung Gold wert sein

    von Ingo Claus, claus@kern-unternehmensnachfolge.com

    | Wissen Sie, woran sehr viele Nachfolgeprojekte scheitern? Oft sind es die unterschiedlichen Vorstellungen des Inhabers und seiner Nachfolger über den Wert des Unternehmens. PU stellt eine Methode zur Unternehmenswertsteigerung vor, die im Rahmen der Vorbereitung einer Unternehmensnachfolge Anwendung findet. |

    1. Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells

    Ursache für die oft deutlich unterschiedlichen Vorstellungen über den Unternehmenswert ist selten eine rechnerisch falsche Unternehmensbewertung. Ein wesentlicher Grund ist eher der hohe emotionale Wert des Unternehmens für den oder die aktuellen Gesellschafter, der leicht zu einer besonders hohen monetären Werteinschätzung führt. Ein Nachfolger blickt ganz anders auf das Lebenswerk eines Übergebers. Bei der Bewertung eines Unternehmens hat er i. d. R. die Investorenbrille auf und geht rational an die Sache heran. Doch auch auf der Käuferseite spielen emotionale Faktoren kombiniert mit einem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis eine große Rolle. Deshalb will ein Kaufinteressent im Prinzip nur eines wissen: Erzeugt das Geschäftsmodell des Unternehmens einen nachhaltigen Mehrwert für seine Kunden?

     

    Erst wenn diese Frage zu bejahen ist, kann der Nachfolgeinteressent davon ausgehen, dass das Unternehmen auch zukünftig nachhaltige Erträge erwirtschaftet. Dies ist sowohl für innerfamiliäre als auch familienfremde Nachfolger wichtig, denn schließlich sollen die Erträge des Unternehmens der Rückführung der Finanzierung, Neuinvestitionen und der Sicherung der eigenen Lebenshaltung dienen. Welchen Einfluss ein kritisches Hinterfragen des Geschäftsmodells auf den Erfolg eines Nachfolgeprojektes bzw. einer Unternehmensbewertung und nachfolgend das Geschäftsmodell haben kann, zeigt der folgende Praxisfall: