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  • ·Fachbeitrag ·Unternehmensbewertung

    Ermittlung eines fairen Kaufpreises: Bewertung der RGB-GmbH nach dem Ertragswertverfahren

    von Prof. Dr. Birgit Felden, TMS Unternehmensberatung GmbH und EMF-Institut der HWR Berlin

    | Um im Rahmen der Finanzierung eines Unternehmenskaufs einen angemessenen Kaufpreis zu ermitteln, orientieren sich die Beteiligten i. d. R. an einer zuvor durchgeführten Unternehmensbewertung. Nicht selten klaffen hier Wunsch und Wirklichkeit auseinander, und manchmal kursieren unter Unternehmern traumhafte Vorstellungen davon, wie viel ihr Betrieb wert ist. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie sieht eine systematische und transparente Unternehmensbewertung aus? |

     

    • Musterfall

    Die Firma Rohrleitungsbau Günther GmbH hat ihren Sitz in Niedersachsen und ist seit 1998 im Bereich des Industrierohrleitungsbaus tätig, was als hoch spezialisierte Tätigkeit gilt und besonderes Know-how erfordert. Der Gründer des Unternehmens, Herr Günther, ist 65 Jahre alt, gelernter Schlosser und war bis zur Firmengründung als Schweißer angestellt. Herr Günther möchte das Unternehmen an Herrn Möller, einen leitenden Mitarbeiter verkaufen. Alternativ liegt ein indikatives Angebot eines größeren Mitbewerbers vor, der sich damit regionale Marktmacht verschaffen möchte. Er bietet 1,2 Mio. EUR für das gesamte Unternehmen. Um einen fairen Kaufpreis zu finden, soll eine Unternehmensbewertung durchgeführt werden.

     

    1. Die Bewertung

    Für die Unternehmensbewertung gibt es kein einheitliches Verfahren, um den Wert eines Unternehmens zu ermitteln. Je nach Branche, Größe oder Unternehmensform bieten sich andere Methoden an. Dabei gilt: Der ermittelte Wert ist immer nur eine Orientierungsgröße. Den tatsächlichen Kaufpreis regeln dann Angebot und Nachfrage.