30.09.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Der Steuerberater fragt, der Steuerstrafverteidiger antwortet
Begehen Mitarbeiter eines Unternehmens Straftaten zu dessen Nachteil, wie z.B. Untreue oder Betrug, ist es oft der Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, der dies zuerst entdeckt. Damit einerseits steuerliche Pflichten – z.B. zur Korrektur des Vorsteuerabzugs nach § 153 AO – gewahrt werden und andererseits eine mögliche Rückgewinnung von Vermögen auf dem Zivilrechtsweg geräuschlos vorbereitet wird, ist ein umsichtiges und koordiniertes Vorgehen erforderlich.
> lesen
19.09.2011 · Fachbeitrag aus PStR · SchwarzArbG
Die Schwarzarbeitsbekämpfung umfasst den Kampf gegen die Scheinselbstständigkeit. Scheinselbstständige treten nach außen als selbstständige Unternehmer auf. Dazu gehört, dass sie ihre Tätigkeit bei den Gewerbeämtern anmelden und dementsprechend auch beim Finanzamt geführt werden.
> lesen
13.09.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Bundesgerichtshof
Der für das Steuerstrafrecht zuständige 1. Strafsenat des BGH hat am 6.9.11 (1 StR 633/10, Abruf-Nr. 113083 ) ein Urteil des LG Augsburg vom 5.5.10 gegen Karlheinz Schreiber aufgehoben. Das LG hatte Schreiber wegen Steuerhinterziehung in sechs Fällen zu der Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Soweit die StA darüber hinaus eine Verurteilung wegen Bestechung erstrebt hatte, folgte das LG dem nicht; hiergegen richtete sich die – erfolgreiche – Revision der Staatsanwaltschaft.
> lesen
12.09.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Bundesfinanzministerium
Das BMF hat am 20.7.11 (IV A 3 - S 0130/08/10006 2011/0483626, Abruf-Nr. 112742 ) seine Ausführungen zum Steuergeheimnis bei Mitteilungen der Finanzbehörden zur Durchführung dienstrechtlicher Maßnahmen bei Beamten und Richtern präzisiert und fortgeschrieben. Danach besteht ein zwingendes öffentliches Interesse an der Übermittlung i.S. von § 30 Abs. 4 Nr. 5 AO insbesondere, wenn die mitteilende Stelle zur Überzeugung gelangt ist, dass ein schweres Dienstvergehen vorliegt, der ...
> lesen
12.09.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Der Steuerberater fragt, der Steuerstrafverteidiger antwortet
§ 371 Abs. 4 AO scheint in der steuerstrafrechtlichen Praxis ein Nischendasein zu fristen. Die mit der Novellierung des § 371 AO gestiegenen Anforderungen an eine wirksame Selbstanzeige könnten der Vorschrift in einigen Konstellationen allerdings neues Leben einhauchen.
> lesen
12.09.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Steuerabkommen Schweiz/Deutschland
Die Schweizerische Bankiervereinigung hat in Absprache mit dem Schweizerischen Bundesrat beschlossen, sich inskünftig auf die Verwaltung versteuerter Vermögen ihrer ausländischen Kunden zu konzentrieren. Gleichzeitig soll die Privatsphäre der Bankkunden gewahrt werden. Um diese beiden Ziele zu erreichen, hat die Schweiz interessierten Staaten eine Abgeltungsteuer angeboten, welche auf anonymisierter Basis sowohl die Altlasten bereinigt, als auch die Steuerpflicht für die Zukunft erfüllt.
> lesen
12.09.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Haftung
§ 14 Abs. 3 S. 2 UStG ist ein Gefährdungstatbestand. Daher haftet die in einer Urkunde als Ausstellerin bezeichnete Person auch dann für USt, wenn sie nicht Unternehmerin ist, ihr die Rechnung aber im Wege der Anscheinsvollmacht zuzurechnen ist (BFH 7.4.11, V R 44/09, Abruf-Nr. 112997 ).
> lesen
12.09.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Verwaltungsrecht
Vorstrafen wegen Anstiftung zur Falschaussage und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe begründen bei einem ehemaligen Rechtsanwalt durchgreifende Zweifel an der Eignung zur ordnungsgemäßen Ausübung der Fahrgastbeförderung (VG Aachen 28.6.11, 2 K 1952/10, Abruf-Nr. 113332 ).
> lesen
08.09.2011 · Fachbeitrag aus PStR · Selbstanzeigenberatung
Trotz Änderung des Wortlauts von § 371 Abs. 1 S. 1 AO n.F. hält der BGH zu Recht an der langjährigen Rechtsprechung fest, dass geringfügige Abweichungen einer vollständigen Straffreiheit nicht im Wege stehen. Zu bemängeln ist, dass der BGH entgegen der bisherigen h.M. nur noch Abweichungen von bis zu 5 % akzeptiert (BGH 25.7.11, 1 StR 631/10, PStR 11, 244, Abruf-Nr. 113020 ).
> lesen