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    Zurück in die Bewegung: Das FAME-Gruppentraining für Schlaganfallpatienten

    Bild: © Studio Romantic - stock.adobe.com

    von Physiotherapeut/Sportwissenschaftler Thomas Colshorn, M. A., Bremen

    Nach einem Schlaganfall endet die Rehabilitation oft, bevor alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Gerade Menschen, die mit den chronischen Folgen zu kämpfen haben, bewegen sich im Alltag oft zu wenig und verlieren dadurch zusätzlich an Kondition und Funktion. Genau hier setzt das Fitness and Mobility Exercise Program (FAME) an, ein evidenzbasiertes und aufgabenorientiertes Gruppentraining. Das Programm eignet sich zur Integration in die Langzeittherapie sowie als Selbstzahlerangebot.

    FAME verfolgt mehrere Trainingsziele gleichzeitig

    Anders als in der klassischen Einzeltherapie geht es nicht darum, isolierte Bewegungen zu trainieren, sondern mehrere Fähigkeiten in einem gemeinsamen Training zu verbinden. Das Programm wurde auch deshalb ausdrücklich als Gruppenangebot entwickelt, um Motivation und soziale Unterstützung innerhalb einer Gruppe zu nutzen. Die Geschichte von FAME beginnt Anfang der 2000er-Jahre an der University of British Columbia (UBC) im kanadischen Vancouver, und geht speziell auf die Physiotherapeutin und Professorin Janice Eng zurück.

     

    Ausgehend von den o. g. Problemen, mit denen sich Patienten konfrontiert sehen, sollte FAME mehrere Trainingsbereiche gleichzeitig ansteuern: Muskelkraft, Gleichgewicht, allgemeine Mobilität, kardiovaskuläre Fitness sowie Knochengesundheit. Konkret gliedert sich das FAME-Training laut deutschem Manual in die drei Hauptbereiche Funktionelle Kraft, Gleichgewichtsübungen sowie Koordination & Fitness. Hinzu kommen jeweils ein kurzer Auf- und Abwärmteil sowie weitere spezifische Übungen für die oberen Extremitäten sowie Alternativübungen im Sitzen. Ein weiterer charakteristischer Baustein, sind die fünf sog. Kernprizipien (Core Principles), die um ein sechstes ergänzt werden. Die Anfangsbuchstaben der Prinzipien ergeben das Akronym „PRINCE“.