· Fachbeitrag · Nachhaltige Transformation: Weniger Pflicht – mehr Steuerung
Was der Omnibus-I-Kompromiss und der Sustainability Transformation Monitor 2026 für Berater und ihre Mandanten bedeuten
von Claus Fesel, Senior Expert für Nachhaltigkeit, CSR-Manager, Professional Coach (DBVC) und Berater bei www.unoino.de, Nürnberg
Mit Omnibus‑I verschlankt die EU die Nachhaltigkeitsberichterstattung drastisch: Der Anwenderkreis der CSRD schrumpft damit von rund 50.000 auf wenige tausend Unternehmen. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Sustainability Transformation Monitor 2026 (STM26): Viele Unternehmen haben Nachhaltigkeit zwar strategisch verankert, scheitern aber bei der Umsetzung. Für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater entstehen daraus neue Beratungsfelder – von der Pflicht-Prüfung über Governance-Fragen bis zur Integration ins Controlling. Der Beitrag erläutert, was die neuen Schwellenwerte und ESRS‑Anpassungen bedeuten, wo laut STM26 die größten Umsetzungslücken liegen und welche Steuerungs‑ und Prüfungsaufgaben jetzt Priorität haben.
1. Der regulatorische Rahmen: Was Omnibus-I verändert
Mit der Zustimmung des Rates der EU vom 24.2.26 ist der letzte formale Schritt vor der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU vollzogen. Die CSRD bleibt bestehen, wurde aber grundlegend neu zugeschnitten.
1.1 Neue Schwellenwerte – drastisch weniger Pflichtige
Berichtspflichtig sind künftig nur noch Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden und über 450 Mio. EUR Umsatz in der EU – und das erst ab 2028 für das Geschäftsjahr 2027.
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