01.04.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Herstellungskosten
Wer an einem Gebäude Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchführt, steht fast immer vor der Frage, ob es sich bei den Kosten um Herstellungs- oder Erhaltungsaufwand handelt. Im Jahre 2001 hat der BFH neue Grundsätze zum anschaffungsnahen Herstellungsaufwand aufgestellt. Insbesondere hatte er die jahrelang gültige 15-Prozent-Regelung gekippt. Wegen der daraufhin drohenden Abgrenzungsschwierigkeiten und wohl auch wegen der erwarteten Steuerausfälle hat der Gesetzgeber aber den ...
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01.04.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Umsatzsteuer
Während bei öffentlich-rechtlichen Spielbanken die Umsätze aus Geldspielautomaten durch § 4 Nr. 9b UStG umsatzsteuerfrei gestellt werden, hat ein privater Geldspielautomatenbetreiber seine Umsätze der Umsatzsteuer zu unterwerfen. Da dem BFH an der EG-Rechtmäßigkeit dieser Differenzierung Zweifel gekommen waren, hatte er mit Beschluss vom 6.11.02 den EuGH um Vorabentscheidung ersucht. Dieser hat nun mit Urteil vom 17.2.05 entschieden, dass sich auch private Geldspielautomatenbetreiber ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Umwandlungssteuerrecht
Vermögensverwaltende und gewerbliche Gesellschaften des bürgerlichen Rechts (kurz: GbR) spielen ebenso wie vermögensverwaltende und gewerblich tätige bzw. geprägte GmbH & Co. KG eine bedeutende Rolle in der Steuergestaltung. Dies gilt insbesondere in den Bereichen Betriebsaufspaltung und vorweggenommene Erbfolge sowie bei der Vorbereitung der Unternehmensveräußerung. In diesem Beitrag werden die zivilrechtlichen „Umwandlungsmöglichkeiten“ einer GbR in eine GmbH & Co. KG sowie deren ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Bundesfinanzhof
Bezugsrechte von GmbH-Gesellschaftern auf neue Gesellschaftsanteile sind als Anschaffungskosten bei der Berechnung des Gewinns aus der Veräußerung der anlässlich einer Kapitalerhöhung erworbenen Anteile anzusetzen. Das hat der BFH mit Urteil vom 21.9.04 (IX R 36/01, Abruf-Nr.
043346
) entschieden. Im Streitfall erfolgte sechs Monate nach Erwerb die Veräußerung der neuen GmbH-Anteile. Nach der im Streitjahr 1990 geltenden Fassung der §§ 22 Nr. 2, 23 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b EStG lag damit ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Kapitalgesellschaften
Wird eine GmbH liquidiert, steht der Gesellschafter-Geschäftsführer (GGf) mitunter vor der Frage, ob er die Steuerschulden des Unternehmens freiwillig übernehmen oder einen Haftungsbescheid des FA abwarten soll. Die Beantwortung dieser Frage hat erhebliche steuerliche Auswirkung, denn Verluste i.S. des § 17 EStG, die aus der Auflösung einer GmbH resultieren, sind seit Einführung des Halbeinkünfteverfahrens nur noch zur Hälfte abziehbar, während Verluste im Zusammenhang mit Einkünften ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Bundesfinanzministerium
Die Regelung einer Übertragung der Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen hat seit ihrer Einführung durch das Haushaltsbegleitgesetz 2004 für reichlich Turbulenzen in der Baubranche gesorgt. Die Finanzverwaltung hatte zwar mit ihrem Anwendungsschreiben vom 31.3.04 (BStBl I, 453) einen Tag vor dem Start der Neuregelung Grundprobleme erörtert und eine dreimonatige Übergangsregelung verfügt. Eine Fülle von Zweifelsfragen blieben jedoch unbeantwortet. Klärung bringt nun das umfangreiche ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Bundesfinanzhof
Grundstücksschenkungen unterliegen im Regelfall einer niedrigeren Schenkungsteuer als die Schenkung der zu dessen Erwerb erforderlichen Geldmittel. Ein Grundstück kann dabei auch
mittelbar
dadurch geschenkt werden, dass der Schenker dem Bedachten die zum Erwerb erforderlichen Geldmittel überlässt. Der BFH hat seine bisherige Rechtsprechung teilweise geändert und wie folgt entschieden: Sagt der Schenker dem Bedachten den für den Kauf eines bestimmten Grundstücks vorgesehenen Geldbetrag ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Bundesfinanzhof
Nach Eröffnung des Konkurs- bzw. Insolvenzverfahrens darf das FA bis zum Prüfungstermin Steuern nicht mehr festsetzen, die zur Konkurs- bzw. Insolvenztabelle anzumelden sind. Es darf auch Feststellungsbescheide nicht mehr erlassen, in denen Besteuerungsgrundlagen mit Auswirkung für das Vermögen des Gemeinschuldners festgestellt werden. Das gilt auch für Besteuerungsgrundlagen, die einheitlich und gesondert festzustellen sind. Der BFH hat insoweit seine Rechtsprechung geändert und den ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Umsatzsteuer
Der EuGH hat in seinem Aufsehen erregenden „Seeling-Urteil“ entschieden, dass ein Unternehmer ein Gebäude, das er teilweise zu unternehmerischen Zwecken und teilweise zu privaten Wohnzwecken nutzt, insgesamt seinem Unternehmensvermögen zuordnen kann. Als Folge kann er dann auch die Vorsteuer aus den Herstellungskosten des privat genutzten Gebäudeteils abziehen (EuGH 8.5.03, Rs. C-269/00, UR 03, 288). Im Gegenzug hat der Unternehmer die Privatnutzung als unentgeltliche Wertabgabe zu ...
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01.03.2005 · Fachbeitrag aus GStB · Finanzierung
Um Anleihen besser in Privatdepots unterbringen zu können, sind die Emittenten sehr kreativ. So werden variable, gleitende oder aperiodische Zinssätze angeboten. Anleger erreichen hierdurch zwar nur eine marktkonforme Verzinsung, durch die Wahl des auf sie passenden Produkts aber eine bessere Nachsteuerrendite. Diese Kreativität wird bei Darlehensverhältnissen zwischen Unternehmen und Angehörigen oder Gesellschaftern kaum an den Tag gelegt. Dabei kann die richtige Gestaltung für beide ...
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