27.09.2019 · Fachbeitrag aus GStB · Umsatzsteuer
Bislang ist es gängige Praxis, dass die Finanzämter die Tätigkeit von Aufsichtsräten als „selbstständig“ ansehen und deren Vergütungen somit der USt unterwerfen. Dies könnte sich jedoch künftig ändern. Der EuGH hat nämlich jüngst in einem niederländischen Verfahren ein Aufsichtsratsmitglied einer dort ansässigen Stiftung als „nicht selbstständig tätig“ eingestuft. Damit unterlag dessen Vergütung auch nicht der USt (EuGH 13.06.19, C-420/18).
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26.09.2019 · Nachricht aus GStB · Betriebsausgaben
Eine bei einer Bußgeldfestsetzung gewinnmindernd zu berücksichtigende „Abschöpfung“ der aus der Tat erlangten Vorteile liegt laut BFH nicht bereits dann vor, wenn die Geldbuße lediglich unter Heranziehung des tatbezogenen Umsatzes ermittelt wird und sich nicht auf einen konkreten Mehrerlös bezieht BFH 22.5.19, XI R 40/17).
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24.09.2019 · Fachbeitrag aus GStB · Baukindergeld 2
Wer Baukindergeld beantragt, muss gegenüber der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Nachweis über sein Haushaltseinkommen führen. Dazu müssen die ESt-Bescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor Antragseingang des Antragstellers und – sofern vorhanden – des im Haushalt lebenden Ehe- oder Lebenspartners vorgelegt werden. Und genau das führt in der Praxis immer wieder zu ungeahnten Problemen.
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24.09.2019 · Nachricht aus GStB · Vermietung und Verpachtung
Wird nach dem Verkauf eines Unternehmens das Betriebsgrundstück als einzige wesentliche Betriebsgrundlage jahrzehntelang verpachtet, ist lediglich von einer Betriebsunterbrechung – und nicht etwa von einer Betriebsaufgabe – auszugehen, wenn der Betrieb von den Erben identitätswahrend hätte fortgeführt werden können (FG Hamburg 26.3.19, 6 K 9/18, Rev. BFH: IV R 13/19).
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24.09.2019 · Fachbeitrag aus GStB · GmbH-Geschäftsführerversorgung
In Teil 1 des Beitrags wurde explizit nachgewiesen, über welches Steuersparpotenzial eine Geschäftsführer-Pensionszusage in der Form einer steueroptimierten Kapitalzusage auch heute noch verfügt (GStB 19, 343). Doch damit nicht genug: Wird das Konzept mit einem umfangreichen Risiko-Management und einer intelligenten Anlage-Strategie verbunden, erhält man ein flexibel handhabbares Versorgungsmodell, das es ermöglicht, die spätere Kapitalleistung zu einem hohen Anteil aus erwirtschafteten ...
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24.09.2019 · Nachricht aus GStB · Baukindergeld 1
Es ist an die KfW offenbar mehrfach die Frage gerichtet worden, ob eine Förderung mit Baukindergeld auch möglich ist, wenn – ehemalige – Partner getrennt leben, die elterliche Sorge für ihr gemeinsames Kind jedoch gemeinsam ausüben – also das „paritätische Wechselmodell“ praktizieren. Was ist, wenn das gemeinsame Kind in beiden Haushalten zu gleichen Teilen lebt, können dann beide Partner von der Förderung profitieren?
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24.09.2019 · Nachricht aus GStB · Immobilien
Der Eigentumsverlust durch Enteignung ist keine Veräußerung i. S. d. § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG. Die Begründung des BFH: Der Entzug des Eigentums ohne maßgeblichen Einfluss des Steuerpflichtigen könne nicht als Veräußerung gewertet werden (BFH 23.7.19, IX R 28/18).
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24.09.2019 · Nachricht aus GStB · Sachbezüge
Unbelegte Backwaren mit einem Heißgetränk sind kein Frühstück im lohnsteuerrechtlichen Sinne, wie der BFH jetzt taufrisch entschieden hat (BFH 3.7.19, VI R 36/17). Es handele sich vielmehr um nicht steuerbare Aufmerksamkeiten. Er hat damit die Entscheidung des FG Münster aus dem Jahre 2017 bestätigt. Die Begründung der Finanzrichter schon damals: Da der Brotbelag integraler Bestandteil eines Frühstücks ist, bilden Heißgetränk und unbelegte Brötchen laut FG für sich kein ...
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17.09.2019 · Nachricht aus GStB · Steuerermäßigung
Reinigt ein eigenes Kind wöchentlich die Wohnung des verwitweten Elternteils, ist es ihm bei notwendigen Einkäufen behilflich und erstattet der Elternteil dem Kind lediglich die dabei angefallenen Fahrtkosten, so kann er für die Fahrtkostenerstattungen keine Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen (FG Saarland 15.5.19, 1 K 1105/17).
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16.09.2019 · Fachbeitrag aus GStB · Umwandlungssteuerrecht
Der BFH hat jüngst entschieden, dass es bei der Einbringung eines ganzen Mitunternehmeranteils nach § 24 Abs. 1 UmwStG ausreicht, wenn wesentliche Betriebsgrundlagen im Sonder-BV der Ausgangsgesellschaft in das Sonder-BV der Zielgesellschaft überführt werden. Eine Übertragung in das Gesamthandsvermögen ist hierbei nicht erforderlich (BFH 17.4.19, IV R 12/16).
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