14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Für die Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung ist es nicht unbedingt notwendig, dass der Arbeitnehmer für die Kosten des Haushalts aufkommt. Diesen bislang stets herangezogenen Umstand hält der BFH zwar weiterhin für ein gewichtiges Indiz, aber keine zwingende Voraussetzung. Dieser Tenor betrifft insbesondere auswärts beschäftigte Kinder, die bei ihren Eltern noch ihren Haupthausstand haben, sich dort aber kaum oder überhaupt nicht finanziell am Unterhalt der Wohnung beteiligen.
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14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der BFH hat sich in mehreren Urteilen mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit Schuldzinsen nach dem Verkauf einer wesentlichen Beteiligung nachträgliche Werbungskosten darstellen und wie die stillen Reserven zu behandeln sind, wenn die Anteile zuvor im Betriebsvermögen gehalten worden waren.
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14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die Tätigkeit eines Steuerberaters wird üblicherweise nicht vornehmlich zum Zweck der Befriedigung persönlicher Neigungen betrieben. Erzielt allerdings eine Steuerberaterin dauerhaft Verluste und kompensiert dadurch die erheblichen Einkünfte ihres Ehegatten, spricht dies nach einem Urteil des FG Köln gegen eine Gewinnerzielungsabsicht, sodass die Beschäftigung zur Liebhaberei und nicht zu negativen Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit führt.
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14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der BFH hält nicht mehr an seiner früheren Beurteilung fest, dass Einkünfte berufsmäßiger Betreuer gewerblich sind. In zwei jetzt entschiedenen Fällen ging es um eine Sozietät von Rechtsanwälten, die neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit als Berufsbetreuer tätig waren, sowie eine Volljuristin ohne anwaltliche Zulassung, die als Berufsbetreuerin und Verfahrenspflegerin agierte. Hier liegen Einkünfte aus sonstiger selbstständiger Arbeit nach § 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG vor. Die Tätigkeiten ...
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14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der BFH hat das BMF zur Frage der Behandlung der Umsatzsteuer beim Pauschalansatz nach der Ein-Prozent-Regel für die private Pkw-Nutzung zum Beitritt aufgefordert. Dabei geht es um die Behandlung der nach § 12 Nr. 3 EStG nicht abzugsfähigen Umsatzsteuer, die sich aus 80 % des nach dem Listenpreis berechneten Betrags ergibt.
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14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der BFH hat sich dazu geäußert, inwieweit im Rahmen einer Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistungen Vermögen umgeschichtet werden darf. Generell ist die Umschichtung nicht für den Abzug der Sonderausgaben schädlich, sofern der Ertrag des umgeschichteten Vermögens die Versorgungsleistungen abdeckt. Ertragloses Vermögen ließ sich bislang nur in Absprache mit dem Übergeber in ausreichend ertragbringendes Vermögen umschichten. Dies wird nun erweitert, indem auch die Umschichtung ...
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14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Regelmäßige Arbeitsstätte ist nach der neueren BFH-Rechtsprechung eine dauerhafte betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, der ein Arbeitnehmer zugeordnet ist und die er fortdauernd und immer wieder aufsucht. Zwei Urteile beschäftigen sich mit dieser Abgrenzung.
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14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung anfallende Flug- und Fahrtkosten, um den anderen Ehepartner an dessen Beschäftigungsort aufzusuchen, sind grundsätzlich keine abziehbaren Familienheimfahrten. Nur wenn der andere Gatte beruflich an einer Heimfahrt gehindert ist, kommt ein Abzug infrage. Mit Verweis auf die BFH-Rechtsprechung führt das FG Köln als berufliche Gründe an:
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14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Anleger müssen fiktive Gutschriften auf einem Konto bereits dann versteuern, wenn die Betrugsfirma zur Auszahlung bereit und in der Lage gewesen wäre. Mit diesem Urteil bekräftigt der BFH seine bisherige Rechtsprechung, wonach Erträge aus Schneeballsystemen auch dann zu erfassen sind, wenn es sich um stehen gelassene und wieder angelegte Scheinrenditen handelt. Kapitaleinkünfte - oder in früheren Jahren Spekulationsgewinne - liegen nämlich selbst dann vor, wenn ein Sparer aus dem Kapital ...
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14.09.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die Anfang 1999 von mehr als 25 auf 10 % abgesenkte Grenze in § 17 EStG ist wegen eines Verstoßes gegen den Vertrauensschutz teilweise verfassungswidrig. Dies gilt nach den Beschlüssen des BVerfG, soweit ein im Zeitpunkt der Gesetzesverkündung am 31.3.1999 bereits eingetretener Wertzuwachs der Besteuerung unterworfen wird, der nach altem Recht steuerfrei hätte realisiert werden können. Insoweit war nämlich bereits eine konkrete Vermögensposition entstanden, die durch die rückwirkende ...
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