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·Fachbeitrag ·Tippgeber

Steuerpflicht von Provisionen an Tippgeber

| Ein Leser fragt: Ich zahle an einen privaten Tippgeber Provisionen. Wie sind diese beim Tippgeber zu versteuern? |

 

Antwort | Der Tippgeber muss die Provision je nach Umfang als sonstige oder gewerbliche Einkünfte versteuern:

  • Wird der Tippgeber nur gelegentlich tätig und
    • betragen die Provisionen weniger als 256 Euro im Jahr, sind sie bei ihm steuerfrei;
  • Geht der Umfang über die gelegentliche Tätigkeit als Tippgeber hinaus, handelt es sich bei den Provisionen um Betriebseinnahmen aus seiner gewerblichen Tätigkeit. Ist der Tippgeber gewerblich tätig, ist die Tätigkeit umsatzsteuerpflichtig (BFH, Urteil vom 6.9.2007, Az. V R 50/05; Abruf-Nr. 073881 - zum Werbeagenten). Für Sie heißt das: Sie zahlen die Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer. Ausnahme: Der Tippgeber ist Kleinunternehmer. Das ist er, wenn sein Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. Dann unterliegt der Tippgeber nicht der Umsatzsteuer, es sei denn, er hat zur Umsatzsteuerpflicht optiert.

 

Weiterführender Hinweis

  • „Tippgebervereinbarung“ zum Download auf wvv.iww.de → Abruf-Nr. 43205181
Quelle: Ausgabe 05 / 2016 | Seite 2 | ID 43992403