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  • · Fachbeitrag · Kreislaufwirtschaft beginnt beim Design

    Ökodesign gehört an den Anfang des Produktlebenszyklus, nicht erst ans Ende

    von Ursula Katthöfer, Wissenschaftsjournalistin, Bonn (textwiese.com)

    Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz – ihr Zusammenspiel wird wie selbstverständlich positiv bewertet. Doch führen Wiederverwertung und Recycling nicht automatisch zu weniger Treibhausgasemissionen. Es braucht weitere Faktoren, damit Recycling wirklich klimafreundlich ist. Welche das sind, erfahren Sie in diesem Überblick zum Ökodesign.

    1. Lebenszyklus von Produkten klimafreundlicher gestalten

    CO2-Emissionen lassen sich mit dem Recycling gebrauchter Produkte nicht ganz so einfach senken wie vielfach angenommen: Denn das Transportieren, Sortieren, Aufbereiten und Wiedereinführen gebrauchten Materials erfordert Logistik, Energie und industrielle Prozesse. Das führt zu zusätzlichen Emissionen innerhalb der Lieferkette und wirkt sich negativ auf die Klimabilanz aus.

     

    Das Recycling wird spätestens dann problematisch, wenn seine Emissionen die Emissionen aus einem neu hergestellten Produkt übersteigen. So die Ergebnisse der Studie „Unpacking Circular Economy Practices and Carbon Emissions Relationships: Cobenefits and Legitimacy Perspectives“ (www.iww.de/s15495), die als Teil des EU-Forschungsprojekts „SME 5.0“ (www.iww.de/s15496) entstand. SME 5.0 sucht nach Wegen, um die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in den Bereichen KI, Nachhaltigkeit und Nutzerfreundlichkeit zu fördern. Die Studie liefert den Lösungsvorschlag für eine bessere Klimabilanz der Recyclingwirtschaft gleich mit: Produkte sollten neu gedacht und nach den Prinzipien des Ökodesigns und der Kreislaufwirtschaft gestaltet werden. Diese Prinzipien gehörten an den Anfang des Lebenszyklus, und nicht erst ans Ende.