· Fachbeitrag · EU-Industriepolitik im Klimastress
Clean Industrial Deal ‒ Rückschritt oder Fortschreibung des Green Deal?
von Claus Fesel, Senior Expert für Nachhaltigkeit, CSR-Manager, Professional Coach (DBVC) und Berater bei www.unoino.de, Nürnberg
| Was bleibt vom „Green Deal“, wenn ein „Clean Industrial Deal“ kommt? Diese Frage stellen sich viele, seit die EU-Kommission Anfang 2024 ihren neuen industriepolitischen Kurs vorgestellt hat. Und endgültige Antworten gibt es immer noch nicht. Der Clean Industrial Deal (CID) soll Europas Industrie wettbewerbsfähiger, resilienter und klimafreundlicher machen ‒ so das Ziel. Doch Kritiker sprechen von einem Abschied vom „grünen“ Denken, einem industriepolitischen U-Turn. Was steckt wirklich hinter dem Clean Industrial Deal ‒ und wie ist er im Verhältnis zum Green Deal zu bewerten? |
1. Green Deal ‒ Europas Masterplan für Nachhaltigkeit
Der European Green Deal, vorgestellt im Dezember 2019, war ein ehrgeiziger Plan: Europa soll bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden. Das Programm umfasst alle relevanten Politikfelder ‒ von Energie über Mobilität bis zur Landwirtschaft ‒ und verbindet ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Transformation. Die wichtigsten Eckpunkte:
- Klimaneutralität bis 2050, gesetzlich verankert durch das EU-Klimagesetz
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