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  • ·Fachbeitrag ·Apothekenentwicklung

    Externer Betriebsvergleich 2018/2019: Hohe Kosten verhindern ein besseres Betriebsergebnis

    von Dipl.-Betriebswirt (FH) Oliver Vorberg, Gesundheitsökonom, Dr. Schmidt und Partner, Koblenz/Dresden/Oberhausen/München

    | Auch in diesem Jahr sollen die Zahlen des externen Betriebsvergleichs dem Benchmarking der eigenen Apotheke dienen und es ermöglichen, deren Werte in Relation zur Entwicklung des Gesamtmarktes zu setzen. |

    1. Datenaufbereitung und Hintergrund

    Der externe Betriebsvergleich baut auf den Daten des Pools der Fachberatungskanzlei Dr. Schmidt und Partner auf. Die Daten werden dort seit mehreren Jahrzehnten erhoben und um außergewöhnliche Werte bereinigt, die zu Verzerrungen führen würden. Früher noch eine Besonderheit, gehören Hochpreiser mit geringen Erträgen in Apotheken heute zum Tagesgeschäft. Ihr Anteil steigt seit Jahren sukzessive an und führt dazu, dass sämtliche Positionen, die am Gesamtumsatz gemessen werden, in Relation sinken. Zum einen werden Hochpreiser deshalb separat ausgewiesen. Zum anderen werden die Kostenpositionen nicht mehr nur am Umsatz, sondern auch am Rohertrag gemessen, sodass ungeachtet der Umsätze mit geringem Ertrag die Entwicklung aufgezeigt werden kann. Nach wie vor wird in der Auswertung zwischen den neuen und den alten Bundesländern unterschieden. Was anachronistisch anmutet, liegt darin begründet, dass hier immer noch große Unterschiede hinsichtlich Apothekendichte, Umsatzstruktur und Personalkosten bestehen, die diese Unterscheidung erforderlich machen.

    2. Ergebnisse der Apotheken in den neuen Bundesländern

    Eine Abkehr von der Entwicklung der Vorjahre ist nicht in Sicht. So sind zwar sowohl in der Tageskasse als auch bei den GKV-Umsätzen Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Diese lassen sich jedoch überwiegend auf hochpreisige Rezepte ‒ auch von Privatpatienten ‒ zurückführen.