17.02.2016 · Fachbeitrag aus MBP · Vermietung und Verpachtung
Aufwendungen werden in Herstellungskosten umqualifiziert, wenn innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung des Gebäudes Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden, deren Netto-Aufwendungen 15 % der Gebäude-Anschaffungskosten übersteigen (§ 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG). Diese Typisierung gilt nach einer Entscheidung des FG Nürnberg (12.11.15, 4 K 571/13, NZB eingelegt: BFH IX B 3/16, Abruf-Nr. 146137 ) auch für Aufwendungen für energetische Sanierungsmaßnahmen.
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03.02.2016 · Fachbeitrag aus MBP · Jahresabschluss 2015
Im Rahmen der E-Bilanz wurde es bis dato nicht beanstandet, wenn Sonder- und Ergänzungsbilanzen in dem Freitextfeld „Sonder-/Ergänzungsbilanzen“ im Berichtsbestandteil „Steuerliche Modifikationen“ übermittelt wurden. Für den Jahresabschluss 2015 ist diese Übergangsregelung aber nicht mehr anwendbar. Denn für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.14 beginnen, müssen diese Bilanzen als eigener E-Bilanz-Datensatz an das FA übermittelt werden.
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03.02.2016 · Fachbeitrag aus MBP · Nachträgliche Schuldzinsen bei Vermietung und Verpachtung
Schuldzinsen, die nach der Veräußerung einer zuvor vermieteten Immobilie gezahlt werden, können grundsätzlich weiter als (nachträgliche) Werbungskosten abgezogen werden, wenn und soweit die Verbindlichkeiten durch den Veräußerungserlös nicht getilgt werden können. Wurde bei der Finanzierung eine Lebensversicherung zur Sicherheit an die Bank abgetreten, muss deren Rückkaufswert jedoch nicht zur Schuldentilgung eingesetzt werden (BFH 16.9.15, IX R 40/14, Abruf-Nr. 182816 ).
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03.02.2016 · Fachbeitrag aus MBP · Jahresabschluss 2015
Für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Papier- oder digitaler Form ist eine Rückstellung zu bilden. Die OFD Niedersachsen (5.10.15,
S 2137-106-St 221/St 222, Abruf-Nr. 146003 ) hat nun dargestellt, welche Kosten berücksichtigungsfähig sind und wie die Rückstellung zu ermitteln ist. Die in der Verfügung aufgeführten Beispiele können bei der Erstellung der Jahresabschlüsse als Hilfestellung dienen.
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03.02.2016 · Fachbeitrag aus MBP · Gesellschafterdarlehen
Gewährt ein Gesellschafter einer GmbH, an der er mit mindestens 10 % unmittelbar beteiligt ist, ein Darlehen, sind die Zinsen nicht mit dem Abgeltungsteuersatz von 25 % zu versteuern (§ 32d Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b S. 1 EStG). Anzuwenden ist vielmehr der persönliche Steuersatz, der deutlich höher sein kann. Wird die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft allerdings „nur“ mittelbar gehalten, ist die Abgeltungsteuer anzuwenden (FG Rheinland-Pfalz 24.6.15, 2 K 1036/13, Rev. BFH VIII R ...
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03.02.2016 · Fachbeitrag aus MBP · Investitionsabzugsbetrag
Ein Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG kann in einem Folgejahr innerhalb des dreijährigen Investitionszeitraums bis zum gesetzlichen Höchstbetrag aufgestockt werden (BFH 12.11.14, X R 4/13). Das BMF (15.1.16, IV C 6 -
S 2139-b/13/10001, Abruf-Nr. 146220 ) hat nun mitgeteilt, dass es an seiner anderslautenden Auffassung nicht mehr länger festhält und das BFH-Urteil in allen noch offenen Fällen anzuwenden ist.
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03.02.2016 · Nachricht aus MBP · Umsatzsteuer
In gleich mehreren Entscheidungen hat der BFH zu Zweifelsfragen im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Organschaft Stellung genommen und dabei einige neue Grundsätze aufgestellt. Entgegen der bisherigen Sichtweise ist nun auch eine Organschaft mit Tochterpersonengesellschaften möglich (BFH 2.12.15, V R 25/13, V R 15/14, V R 67/14; BFH 3.12.15, V R 36/13).
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27.01.2016 · Nachricht aus MBP · § 7g EStG
Nach einer Betriebsaufgabe/-veräußerung kann die beabsichtigte Investition, für die ein Investitionsabzugsbetrag (IAB) gewährt worden war, nicht mehr ausgeführt werden. Demzufolge muss der IAB im VZ der ursprünglichen Bildung rückgängig gemacht werden und kann nicht Bestandteil eines begünstigten Veräußerungs-/Aufgabegewinns sein (FG Niedersachsen 12.11.14, 3 K 3/13; Rev. BFH X R 16/15).
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27.01.2016 · Fachbeitrag aus MBP · Vorläufige Steuerfestsetzung
Steht die Einkünfteerzielungsabsicht bei einer beabsichtigten Vermietung (noch) nicht fest, erfolgt die Steuerfestsetzung regelmäßig vorläufig nach § 165 Abs. 1 S. 1 AO. Der BFH (16.6.15, IX R 27/14, Abruf-Nr. 182084 ) musste sich nun damit befassen, unter welchen Voraussetzungen in späteren Jahren noch eine Änderung zum Nachteil des Steuerpflichtigen erfolgen darf. Dabei stellte er u. a. heraus, dass das FA grundsätzlich bereits dann zu einer Änderung befugt ist, wenn es über einen ...
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27.01.2016 · Fachbeitrag aus MBP · Fahrtkosten
Der BFH (19.5.15, VIII R 12/13, Abruf-Nr. 180737 ) musste kürzlich entscheiden, in welcher Höhe Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte zu berücksichtigen sind, denen am selben Tag ein Mandantenbesuch vor- oder nachgeschaltet wurde (Umweg-/Dreiecksfahrten). Dabei stellte er u. a. heraus, dass bei Umwegfahrten nur die Aufwendungen für die zusätzlich gefahrene Strecke nach Reisekostengrundsätzen anzuerkennen sind.
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