12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Vom Finanzamt geleistete Erstattungszinsen unterliegen § 20 EStG und sind als Entgelt für vorenthaltenes Kapital keine außerordentlichen Einkünfte. Das FG Baden-Württemberg bestätigt damit die übereinstimmende Auffassung von BFH, Schrifttum und Finanzverwaltung, wonach auch eine erzwungene Kapitalüberlassung zu Einnahmen führen kann. Außerordentliche Einkünfte gemäß § 34 EStG und damit die Fünftel-Regelung setzen eine Entschädigungen als Ersatz für entgangene Einnahmen voraus.
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Das FG Niedersachsen fasst in einem rechtskräftigen Urteil mit Verweis auf die bisherige BFH-Rechtsprechung sehr umfangreich die Grundsätze zusammen, wann bei einer Ferienimmobilie die Überschusserzielungsabsicht zu überprüfen ist. Grundsätzlich ist auch hier bei einer auf Dauer angelegten Vermietungstätigkeit davon auszugehen, dass selbst bei Werbungskostenüberschüssen über längere Zeiträume keine Liebhaberei vorliegt, sofern die Wohnungen ausschließlich an wechselnde Feriengäste ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ersetzt der Arbeitgeber seinem Geschäftsführer den Beitrag für einen Golfklub, fließen ihm lohnsteuerpflichtige geldwerte Vorteile aus dem Dienstverhältnis zu. Die Mitgliedschaft im Golfklub betrifft nach einem neueren Urteil des FG Niedersachsen auch dann die Privatsphäre eines Angestellten, wenn dies seinem Beruf förderlich ist, weil sich hierüber Kontakte mit Kunden anbahnen oder Geschäftsbeziehungen intensivieren lassen. Ein solcher beruflicher Bezug lässt sich vom privaten ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die Übertragung einzelner Wirtschaftsgüter einer Personengesellschaft auf eine beteiligungsidentische Schwester muss nicht zwangsläufig zur Aufdeckung der stillen Reserven führen. Mit diesem Beschluss widerspricht der vierte Senat des BFH einem Urteil vom ersten Senat aus dem November 2009. Der erste Senat schloss eine Buchwertfortführung gemäß § 6 Abs. 5 S. 3 EStG zwischen Schwestergesellschaften aus, an denen die einzelnen Mitunternehmer jeweils in demselben Verhältnis beteiligt sind.
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die OFD Münster erläutert in einer umfangreichen Verfügung den Umgang mit einer beantragten Verlustfeststellung aufgrund der geänderten BFH-Rechtsprechung und beantwortet die sich bei der weiteren Bearbeitung ergebenden Einzelfragen jeweils mit Beispielen. Die Feststellung kann für zwei Grundfälle von Bedeutung sein:
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die Zwischenschaltung einer GmbH kann einen gewerblichen Grundstückshandel auf der Ebene ihrer Beteiligten abschirmen, sofern der Kapitalgesellschaft eine eigene Geschäftsfunktion zukommt. Das hat der BFH bei einer GbR entschieden, die ihren erworbenen Grundbesitz nach zwei Jahren an eine von den GbR-Gesellschaftern gegründete GmbH verkaufte. Die GmbH baute auf das Grundstück 45 Eigentumswohnungen und veräußerte diese nach weiteren zwei Jahren. Damit verlässt die GbR nicht den Bereich ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ein Auflösungsverlust nach § 17 EStG setzt die zivilrechtliche Auflösung der Kapitalgesellschaft voraus und entsteht daher nach der BFH-Rechtsprechung regelmäßig erst mit dem Abschluss der Liquidation. Nach einem aktuellen Urteil des FG München kann der Zeitpunkt, in dem der Auflösungsverlust realisiert ist, ausnahmsweise schon vor Abschluss der Liquidation liegen, wenn mit einer wesentlichen Änderung des Verlustes nicht mehr zu rechnen ist. Mit der grundsätzlichen Terminierung auf den ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Für eine atypisch stille Gesellschaft nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG muss der stille Gesellschafter Mitunternehmerrisiko und -initiative tragen. Liegt mangels ausdrücklicher Beteiligung an den stillen Reserven nur ein eingeschränktes Mitunternehmerrisiko vor, kann dies durch andere Regelungen kompensiert werden. Nach dem Urteil des FG Berlin-Brandenburg ist dies der Fall, wenn ein dem stillen Gesellschafter eingeräumtes Widerspruchsrecht besonders stark ausgeprägt ist, sodass ihm die ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Nachdem der Große Senat bei Reisen aus geschäftlichem oder beruflichem Anlass den teilweisen Abzug gemischter Aufwendungen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben ermöglicht hatte (s. AStW 10, 168), konkretisiert der Lohnsteuersenat des BFH dies nun in vier Entscheidungen in Hinsicht auf Fortbildungskurse, Auslandsgruppenreisen und der untergeordneten betrieblichen Veranlassung. Dabei wird vor allem deutlich, dass als Aufteilungsmaßstab dem Zeitfaktor der betrieblichen und der privaten ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Fahrtenbücher mit geringen Fehlern werden noch anerkannt, wenn beispielsweise für eine nicht aufgezeichnete Fahrt eine Tankquittung vorliegt, der vermerkte Kilometerstand nicht mit dem laut Werkstattrechnung oder einem Routenplaner übereinstimmt sowie bei vereinzelten Rechenfehlern. Dann kann das Fahrtenbuch ebenso wie eine Buchführung trotz einiger formeller Mängel aufgrund der Gesamtbewertung noch als ordnungsgemäß eingestuft werden. Treten jedoch bei einer Vielzahl von Eintragungen in ...
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