07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der Regierungsentwurf zum Schwarzgeldbekämpfungsgesetz will das taktische Vorgehen von Steuerhinterziehern nicht mehr wie bislang mit Strafbefreiung belohnen, grundsätzlich aber an der Selbstanzeige festhalten. Hierzu sind drei Maßnahmen vorgesehen:
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07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Eine Freiberufler-GmbH ist nicht zur Steuerberechnung nach vereinnahmten Entgelten berechtigt, weil sie keine Einkünfte nach § 18 EStG erzielt, sondern dem KStG unterliegt. Ist der Tenor dieses BFH-Urteils noch wenig überraschend, weil er der bisherigen Praxisanwendung entspricht, beinhalten die weiteren Ausführungen des BFH jedoch wichtige neue Aspekte. Angehörige der freien Berufe sind generell nicht zur Ist-Besteuerung berechtigt, wenn sie freiwillig Bücher führen und ihren Gewinn ...
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07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Betreibt ein Einzelunternehmer in mehreren Gemeinden Einzelhandels geschäfte, liegt ein einheitlicher Gewerbebetrieb vor, wenn wesentliche Verwaltungsaufgaben wie die Buchführung zentralisiert an einem Standort durchgeführt werden. Daher kann der Gewerbesteuer-Freibetrag nur einmal und nicht für jede Filiale gesondert in Anspruch genommen werden. Dies hat das FG Berlin-Brandenburg im Fall eines Händlers entschieden, der Wurst-, Back und Fleischwaren in mehreren Orten verkaufte. Ein ...
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07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Um einem Unternehmer nach § 13b Abs. 2 S. 2 UStG die Pflicht aufzuerlegen, die Umsatzsteuer für selbst empfangene Bautätigkeiten an das Finanzamt abzuführen, ist es nicht erforderlich, dass er selbst nachhaltige Bauleistungen erbringt. Für die Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens genügt eine nur gelegentliche Erbringung von Bauleistungen. Damit widerspricht das FG Münster der Verwaltungsauffassung, wonach es erst dann zur Umkehr der Steuerschuldnerschaft kommt, wenn der ...
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07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der EuGH hatte im Juli 2010 zu einem Fall aus Ungarn entschieden, dass sich eine nachträglich vom Unternehmer berichtigte Rechnung nicht erst im Zeitpunkt der Vorlage, sondern rückwirkend auf den Vorsteuerabzug auswirken kann, sodass keine Verzinsung mehr erfolgt (s. AStW 10, 687). Dem widerspricht das FG Rheinland-Pfalz und lehnt den rückwirkenden Vorsteuerabzug für das Jahr ab, in dem die Leistung erbracht worden war. Eine Rechnung mit gesondertem Umsatzsteuerausweis gehöre zu den ...
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07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der BFH hat in zwei aktuellen Entscheidungen seine Rechtsprechung (s. AStW 10, 740) zur Bedürftigkeit des Unterhaltsempfängers konkretisiert. Dabei sind fünf Aussagen von praktischer Bedeutung:
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07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die Zahlung eines Grundstückseigentümers an seinen Nachbarn für eine Zufahrtsbaulast führen nach einem neueren Urteil des BFH auch dann zu Anschaffungskosten des Grund und Bodens, wenn damit ein zweiter Zugang eröffnet wird. Im zugrunde liegenden Fall befand sich das vermietete Gebäude in einer Fußgängerzone. Für einen weiteren Zugang wurde mit dem Nachbarn eine Zufahrtsbaulast gegen eine Entschädigung vereinbart. Diese ist nicht als Werbungskosten absetzbar, weil sie dafür ...
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07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Hat der Besitzer einer sogenannten Schrott-Immobilie mit der finanzierenden Bank einen Schuldenerlass ausgehandelt, muss dieser Entschädigungsbetrag im Jahr des Grundstücksverkaufs versteuert werden. Das gilt nach einem rechtskräftigen Urteil des Hessischen FG auch dann, wenn der Erlass bereits vor dem Verkaufsjahr vereinbart und wirksam wurde. Nach dem Zuflussprinzip kann ein Erlös im Rahmen des § 23 EStG erst in dem Veranlagungszeitraum berücksichtigt werden, in dem die Veräußerung ...
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07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Zwei neuere FG-Entscheidungen beschäftigen sich mit dem Ansatz von negativen Einkünften nach § 17 EStG aus einer wesentlichen Beteiligung.
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07.12.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ein Veräußerungsgewinn nach § 17 EStG entsteht grundsätzlich im Zeitpunkt der Veräußerung unabhängig davon, ob der Kaufpreis gestundet wird. Die wahlweise Möglichkeit der Besteuerung beim Zufluss kommt nur in Betracht, wenn die wiederkehrenden Zahlungen Versorgungscharakter haben. Wird eine Beteiligung gegen Leibrente oder einen in Raten zu zahlenden Kaufpreis veräußert, so gilt nach R 17 Abs. 7 EStR die Regelung in R 16 Abs. 11 EStR entsprechend. Dies gilt nach Ansicht des BFH im ...
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