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01.01.2005 | Maklerrecht

Neue Regeln für Geld- und Versicherungsgeschäfte

Was im Versandhandel schon lange gilt, gilt seit 8. Dezember 2004 auch für die Finanzbranche. Die EU-Richtlinie über den Fernabsatz von Finanzdienstleistungen wurde in deutsches Recht umgesetzt. Betroffen sind Versicherungs-, Bank-, Geld- und Kreditgeschäfte sowie Geschäfte zur Altersversorgung von Einzelpersonen, die per Telefon, Post, Fax oder Internet mit Verbrauchern geschlossen werden. Darunter fallen insbesondere

  • Kredite, die per Post aufgenommen,
  • Sparkonten oder Rentenverträge, die im Internet angebahnt,
  • Versicherungsverträge, die telefonisch abgeschlossen oder
  • Geldanlagen, die per Fax erworben werden.

    Die Grundregeln sind: Der Anbieter muss den Kunden vor Vertragsschluss umfassend in Papierform oder per E-Mail informieren. Der Kunde hat grundsätzlich ein zweiwöchiges Widerrufsrecht. Hat er allerdings nicht alle Informationen ordnungsgemäß erhalten, besteht sein Widerrufsrecht unbegrenzt. Kein Widerrufsrecht hat dagegen ein Kunde, der etwa Aktien oder andere handelbare Wertpapiere, Devisen, Derivate oder Geldmarktinstrumente per Telefon oder im Internet gekauft hat.

    Beachten Sie: Für Versicherungsverträge, die am Telefon oder per E-Mail abgeschlossen werden, gilt grundsätzlich nichts anderes. Ein Versicherungsnehmer hat ein zweiwöchiges Widerrufsrecht. Eine Ausnahme gilt für Lebensversicherungen und Verträge über die Altersversorgung von Einzelpersonen. Hier gilt eine Frist von 30 Tagen.

    Unser Service:Den Gesetzestext finden Sie im Internet (www.iww.de) unter der Abruf-Nr. 043128. Wie sich die Neuregelunen auf Ihre Tätigkeit auswirken, lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben.

    Quelle: Ausgabe 01 / 2005 | Seite 1 | ID 98483