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28.08.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Internationale Steuerberatung · Betriebsstätten

Die neuen Verwaltungsgrundsätze 2026 –
Teil 1: der Betriebsstättenbegriff

Nach mehr als 25 Jahren löst die Finanzverwaltung den „Weihnachtserlass“ vom 24.12.99 ab und ordnet den Betriebsstättenbegriff im innerstaatlichen und im Abkommensrecht systematisch neu. Das BMF-Schreiben zum Betriebsstättenbegriff vom 18.6.26 (IV B 2 - S 1301/01410/007/264, BStBl I 26, 907) greift die umfangreiche Rechtsprechung der letzten Jahre auf, berücksichtigt das OECD-Update 2025 und reagiert mit Aussagen zu Desk-Sharing, Homeoffice und Influencern auf die moderne Arbeitswelt.  > lesen

26.07.2026 · Urteilsbesprechung aus Mietrecht kompakt · Kündigung

Eigenbedarfskündigung durch Vermieter-GbR nach Inkrafttreten des MoPeG?

Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) hat der Gesetzgeber – eine Empfehlung des 71. Deutschen Juristentags aufgreifend – die seit der Grundsatzentscheidung des BGH (29.1.01, II ZR 331/00, NJW 01, 1056) anerkannte Rechtsfähigkeit der Außengesellschaft bürgerlichen Rechts gesetzlich nachvollzogen (BT-Drucksache 19/27635). Soll die Gesellschaft nach dem gemeinsamen Willen der Gesellschafter am Rechtsverkehr teilnehmen, ist sie nach dem Gesetz rechtsfähig ... > lesen

13.08.2026 · Fachbeitrag aus Versicherung und Recht kompakt · Gebäudeversicherung – Elementarschadenversicherung

Das gilt zur Wirksamkeit der Schwammschadenklausel bei einem Holzrahmenbau

Die Schwamm-Ausschlussklausel in der Gebäudeversicherung hält einer AGB-rechtlichen Überprüfung gemäß §§ 307 ff. BGB stand. Eine Vertragszweckgefährdung kann allerdings vorliegen, wenn Schwammbefall regelmäßige oder zumindest sehr häufige, zwangsläufige und kennzeichnende Folge des Austritts von Leitungswasser in nahezu dem gesamten Wohngebäudebestand, nämlich bei in Holzkonstruktion errichteten Gebäudeteilen, ist. So entschied es das OLG Köln.  > lesen

22.05.2026 · Fachbeitrag aus Arbeitsrecht aktiv · AGG

Volljurist will 45.000 EUR: Gericht bejaht rechtsmissbräuchliches Bewerbungsverhalten

Eine Bewerbung ist rechtsmissbräuchlich, wenn sie erkennbar kein Arbeitsverhältnis begründen, sondern nur Entschädigungsansprüche realisieren soll. > lesen

21.09.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Freiberufler-Beratung · Vermögensplanung

Neue Abschreibungsmodelle für den Mietwohnungsneubau

Immobilien können ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge sein. Steuerliche Förderungen erhöhen den Reiz. Seit 2023 gibt es neue steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für den Mietwohnungsneubau, die derzeit in vielen Bank- und Vertriebsangeboten genutzt und beworben werden. Dann ist der Steuerberater als Ansprechpartner gefragt. Wie kann man diese Angebote analysieren und einen Mehrwert für den Mandanten bieten?  > lesen

21.09.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Freiberufler-Beratung · Firmen-/Praxis-Pkw

Kein Werbungskostenabzug bei Dienstreisen mit dem Privatwagen trotz Firmenwagens

Aufwendungen für Dienstreisen mit dem Privatwagen sind i. d. R. unangemessen und deshalb in voller Höhe nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen, wenn der Steuerpflichtige über einen Firmenwagen verfügt und ihm bei dessen Nutzung keine Fahrtkosten entstanden wären (BFH 21.1.26, VI R 30/24). Diese Entscheidung zu Arbeitnehmern ist auch für die Freiberuflerberatung von Bedeutung. > lesen

21.09.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Freiberufler-Beratung · Nebenberuf und Liebhaberei

Wenn Gewinne nach der Pensionierung vorhergehende Verluste kompensieren

Steuerlich anzuerkennende Verluste aus einer selbstständigen, im Nebenberuf betriebenen Tätigkeit als Steuerberater können im Einzelfall vorliegen, wenn es der Steuerpflichtige mit nachvollziehbarer Begründung ablehnt, bis zu seiner Pensionierung im Hauptberuf Maßnahmen zur Steigerung der Rentabilität zu ergreifen, und wenn es wegen der objektiv geringen Höhe der Verluste möglich erscheint, dass er den aufgelaufenen Gesamtverlust nach seiner Pensionierung innerhalb weniger Jahre ...  > lesen

22.05.2026 · Fachbeitrag aus Gestaltende Steuerberatung · Reparaturen an älteren Gebäuden

Abgrenzung zwischen Herstellungs- und Erhaltungsaufwand

Werden an einem älteren Gebäude, dessen Räumlichkeiten vermietet werden oder bei denen eine Vermietung beabsichtigt ist, umfassende Baumaßnahmen vorgenommen, stellt sich die Frage, ob es sich bei den Kosten um Herstellungs- oder Erhaltungsaufwand handelt. Nun hat das BMF ein – neues – umfassendes Schreiben zur Abgrenzung von Herstellungs- und Erhaltungsaufwand veröffentlicht. Die wesentlichen Aussagen werden nachfolgend vorgestellt (BMF 26.1.26, IV C 1 – S 2253/00082/001/064).  > lesen

12.08.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Internationale Steuerberatung · Hinzurechnungsbesteuerung

Ausländische Hinzurechnungssteuer bleibt bei der Niedrigbesteuerung unberücksichtigt

Das FG Baden-Württemberg hat entschieden, dass für die Prüfung der Niedrigbesteuerung nach § 8 Abs. 3 AStG a. F. eine isolierte gesellschaftsbezogene Betrachtung vorzunehmen ist. Danach ist allein auf die Ebene der Zwischengesellschaft abzustellen. Eine im Ausland erhobene Hinzurechnungssteuer auf Ebene einer zwischengeschalteten Gesellschaft – im Streitfall in Schweden – bleibt dabei unberücksichtigt (FG Baden-Württemberg 10.7.25, 3 K 1653/19, EFG 2026, 511; Rev. BFH IX R 25/25).  > lesen

02.06.2026 · Fachbeitrag aus Gestaltende Steuerberatung · Unternehmensverkauf

Keine begünstigte Besteuerung von Veräußerungsgewinnen bei Earn-out-Zahlungen als Kaufpreisbestandteil?

Earn-out-Klauseln haben sich bei Unternehmensveräußerungen zu einem gängigen Instrument entwickelt, um Bewertungsunsicherheiten zwischen Käufer- und Verkäuferseite zu überbrücken. Typischerweise wird ein sofort fälliger Basiskaufpreis vereinbart, zu dem ein variabler Kaufpreisanteil hinzutritt, der nur bei Erreichen bestimmter künftiger Erfolgsgrößen (z. B. EBITDA, Umsatz, Rohmarge etc.) fällig wird. Für natürliche Personen kommt es dabei entscheidend darauf an, ob für den ...  > lesen

14.07.2026 · Urteilsbesprechung aus Versicherung und Recht kompakt · Gebäudeversicherung

Hochwasser im Überschwemmungsgebiet an der Schlei kann eine Sturmflut sein

Die Klausel in einer Elementarversicherung, wonach sich die Versicherung gegen Überschwemmung [wie etwa auch Ziffer A. § 4 Nr. 4 a) aa) VGB 2008 und 2010] nicht auf Schäden durch „Sturmflut“ und/oder die „Ausuferung von Nord- und Ostsee“ erstreckt, zielt erkennbar auf den Ausschluss von Schadenereignissen, die nicht lediglich zu punktuellen Schäden, sondern in der betroffenen Region zeitgleich nahezu flächendeckend zu einer erheblichen Vielzahl von Schadensfällen von jeweils ...  > lesen

11.09.2026 · Nachricht aus Praxis Freiberufler-Beratung · Familienwohnheim

Steuerbefreiung für Familienheim: Sechsmonatsfrist bleibt einzelfallabhängig

Der BFH (27. 5.26, II B 41/25) bestätigt, dass die für die Steuerbefreiung des selbstgenutzten Familienheims entwickelte Sechsmonatsfrist keine starre Grenze ist. Ob der Erwerber das Familienheim unverzüglich zur Selbstnutzung bestimmt hat, entscheidet das FG anhand sämtlicher Umstände des Einzelfalls. > lesen

14.09.2026 · Urteilsbesprechung aus Versicherung und Recht kompakt · Wohngebäudeversicherung

Beweiswürdigung bei einer Beschädigung eines Dachs durch Hagelschlag und Sturm

Besteht Versicherungsschutz für Schäden „durch unmittelbare Einwirkung des Sturmes“, muss der Sturm die zeitlich letzte Ursache des Schadens sein. Dies ist nicht der Fall, wenn der Sturm Feuchtigkeit in bereits vorhandene Öffnungen hineindrückt. So entschied es das OLG Hamm in seiner Beweiswürdigung bei der Beschädigung eines Dachs durch Hagelschlag. Der Beitrag arbeitet die wichtigsten Aussagen der Entscheidung heraus.  > lesen

21.09.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Freiberufler-Beratung · Kindergeld

Ausbildung zum Rettungssanitäter ist keine Erstausbildung

Der BFH hat mit einer ganzen Batterie von Urteilen entschieden, dass die Ausbildung zum Rettungssanitäter nicht als Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung i. S. d. § 32 Abs. 4 S. 2 EStG gilt, weil sie kürzer als ein Jahr dauert (BFH 22.4.26, III R 7/24; 21.5.26, III R 22/24; 18.3.26, III R 12/24 – 24/24).  > lesen

21.09.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Freiberufler-Beratung · Altersvorsorgereformgesetz

Ab 2027 erstmals staatlich geförderte Altersvorsorge für Freiberufler

Mit dem Altersvorsorgereformgesetz erhält die staatlich geförderte private Altersvorsorge ab 2027 ihr bislang größtes Update seit Einführung der Riester-Rente. Die eigentliche Brisanz für die steuerliche Beratungspraxis: Erstmals erhalten zahlreiche selbstständige Freiberufler Zugang zu einer staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Damit eröffnen sich insbesondere für Ärzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Architekten und andere Angehörige berufsständischer Versorgungswerke neue ...  > lesen

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