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· Fachbeitrag · Selbstmanagement

Entwickeln Sie Ihre eigene Lernstrategie

von Kommunikationstrainer Rolf Leicher, Heidelberg

| Lernen will gelernt sein - erst recht nach der Berufsausbildung! Um sich erfolgreich Wissen anzueignen, brauchen Sie neben einer ruhigen und stressfreien Umgebung eine klare Lernstrategie. Diese verfolgt klare Ziele, berücksichtigt Ihre persönlichen Lernvorlieben und bezieht auch die aktive Anwendung des Gelernten ein. Wie Sie eine solche Strategie für sich entwickeln, fasst PPA für Sie zusammen. |

 

  • Die persönliche Lernstrategie: Sieben Schritte zum Lernerfolg
  • 1. Setzen Sie sich klare Ziele. Warum lernen Sie? Welchen Nutzen haben Sie davon? Je klarer Ihre Antworten auf diese Fragen ausfallen, desto leichter fällt Ihnen das Lernen. Werden Sie sich daher über Ihr Informationsinteresse und Ihre Lernmotive klar (siehe PPA 06/2014, Seite 11).
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  • 2. Fangen Sie rechtzeitig an und stellen Sie einen Zeitplan auf. Sichten Sie zuerst das gesamte Lernpensum und legen Sie sich dann kleine Portionen zurecht, die Sie auf feste Zeiten verteilen. Seien Sie bei der Zeitplanung realistisch: Planen Sie lieber weniger Zeit pro Tag zum Lernen ein, aber halten Sie sich strikt daran.
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  • 3. Stellen Sie einen praktischen Bezug zu Ihrem Arbeitsalltag her. Probieren Sie das Gelernte an einer konkreten Aufgabe aus, die einer möglichst realistischen Problemstellung entspricht. Das können Simulationen, Plan- oder Rollenspiele sein. Nutzen Sie den Austausch mit andren MFA, um unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen kennen zu lernen. Mit den ersten sichtbaren Erfolgserlebnissen, die sich dadurch einstellen, wächst die Motivation.
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  • 4. Berücksichtigen Sie Ihre persönlichen Stärken und Vorlieben.
    • Wenn Sie am besten lernen, indem Sie sich mit anderen austauschen, bilden Sie Lerngruppen oder erklären Sie das Gelernte einer Kollegin.
    • Wenn Sie ein visueller Typ sind, nutzen Sie Grafiken oder Mindmaps,
    • Wenn Sie sich am besten gesprochene Worte behalten können, lesen Sie den Lernstoff laut und nehmen ihn z. B. mit ihrem Smartphone auf. So können Sie beim Anhören lernen.
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  • 5. Achten Sie auf sich selbst. Berücksichtigen Sie bei der Zeitplanung auch Ruhezeiten, Phasen für die Wiederholung und Ihren persönlichen Biorhythmus, je nachdem zu welcher Tageszeit Sie Ihr Leistungshoch haben. Sollte Ihre Stimmung einmal auf dem Nullpunkt sein, verzichten Sie auf das Lernen, anstatt durch krampfhaftes „Müssen“ Ihre Lernmotivation abzuwürgen.
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  • 6. Belohnen Sie sich selbst. Jede abgeschlossene Lernphase sollten Sie mit einer Selbstbelohnung abschließen. Aber die Belohnung sollte Sie nicht daran hindern, am nächsten Tag weiter zu lernen. Z. B. sind zwei Stunden im Schwimmbad eine bessere Belohnung als ein nächtelanger Kneipenbummel.
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  • 7. Haben Sie keine Angst, zu versagen. Jeder hat mal klein angefangen. Strategien gegen die Angst finden Sie in PPA 05/2014, Seite 16.
 
Quelle: Ausgabe 04 / 2016 | Seite 16 | ID 43805856