12.01.2009 · Fachbeitrag aus PIStB · Grenzüberschreitende Verlustverrechnung
Wer mit seiner EU-Auslandsbetriebsstätte alle Möglichkeiten der Verlustberücksichtigung im Betriebsstättenstaat ausgeschöpft hat, erleidet im Inland verrechenbare definitive Verluste. Dies hat der EuGH in der Rechtssache Lidl Belgium (15.5.08, C-414/06) entschieden. Die deutsche Finanzverwaltung nutzt die nach wie vor unklare Rechtslage aus, indem sie die Verlustanerkennung an umfangreiche Nachweispflichten knüpft und damit die vom EuGH geschaffene Verlustnutzungsmöglichkeit deutlich ...
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12.01.2009 · Fachbeitrag aus PIStB · Ausländische Einkünfte
Der Vordruck Anlage AUS wird seit dem Veranlagungsjahr 1990 als Reaktion der Verwaltung auf die von den Rechnungshöfen festgestellten Fehlerquoten bei der Berücksichtigung von ausländischen Einkünften eingesetzt. Auch wenn aktuelle Software-Programme die einzutragenden Daten zuverlässig berechnen, tauchen in der Beraterpraxis immer wieder Zweifelsfragen auf, die es zu meistern gilt. Die teilweise jährliche Änderung des Vordrucks macht das zutreffende Ausfüllen nicht leichter. Der ...
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12.01.2009 · Fachbeitrag aus PIStB · Bundesfinanzhof
Auch das Schulgeld für den Besuch eines englischen Internats kann nach § 10 Abs. 1 Nr. 9 EStG abziehbar sein. Der Vorrang des Gemeinschaftsrechts gegenüber dem nationalen Recht hat insbesondere zur Folge, dass gemeinschaftsrechtswidrige nationale Steuervorschriften auch ohne Vorlage an das BVerfG oder den EuGH nicht anzuwenden sind - so der BFH in einem aktuellen Urteil (17.7.08, X R 62/04, BFH/NV 08, 1927).
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12.01.2009 · Fachbeitrag aus PIStB · Bundesfinanzhof
Ist eine GmbH im Inland in das Handelsregister eingetragen und können ihre unternehmerischen Absichten objektiv belegt werden, darf nach einem aktuellen Beschluss des BFH eine umsatzsteuerliche Steuernummer nicht mit der Begründung verweigert werden, dass ihr geschäftsführender Gesellschafter seinen Wohnsitz im EU-Ausland hat und die Gesellschaft im Inland keine eigenen Geschäftsräume unterhält. Unternehmer i.S. des UStG kann selbst eine nach ausländischem Recht errichtete und im ...
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12.01.2009 · Fachbeitrag aus PIStB · FG Düsseldorf
In der heutigen globalisierten Welt ist mittlerweile häufig die Konstellation anzutreffen, dass inländische Arbeitgeber ausländische Arbeitnehmer auf bestimmte Zeit beschäftigen, z.B. in Entsendungsfällen. Seit langem ist in diesem Zusammenhang streitig, wie ein inländischer Arbeitgeber die Lohnsteuer berechnen muss, wenn der Arbeitnehmer im Jahr der Rückkehr in sein Heimatland noch Zahlungen für die inländische Tätigkeit, wie z.B. Bonuszahlungen, erhält. Das FG Düsseldorf hat sich ...
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12.01.2009 · Fachbeitrag aus PIStB · Bundesfinanzhof
Gewinnanteile aus einer typisch stillen Gesellschaft zwischen einer inländischen GmbH und einer luxemburgischen Kapitalgesellschaft sind als Dividenden im Sinne des DBA D/Lux zu behandeln. Unbeschadet dessen werden die Einkünfte aus der Gewinnbeteiligung nicht nach dem DBA-Schachtelprivileg von der Bemessungsgrundlage für die deutsche Steuer ausgenommen - so entschied der BFH in einem aktuellen Urteil (BFH 4.6.08, I R 62/06).
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05.12.2008 · Fachbeitrag aus PIStB · Vereinigte Arabische Emirate
Das DBA Deutschland/Vereinigte Arabische Emirate (DBA D/VAE) wurde zum 31.12.08 gekündigt und wird daher - vorbehaltlich einer Verlängerung - zum 1.1.09 außer Kraft treten. Damit unterliegen Betriebsstätten von deutschen Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab dem 1.1.09 nicht mehr dem DBA-Schutz und es besteht die Gefahr der Doppelbesteuerung der Betriebsstättengewinne. Der folgende Beitrag stellt die Auswirkungen der Kündigung des DBA D/VAE für die ...
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05.12.2008 · Fachbeitrag aus PIStB · EU-Verschmelzungsrichtlinie
Unternehmensgruppen sind im In- und Ausland in der Vergangenheit durch die Gründung oder den Zukauf von Tochtergesellschaften gewachsen. Komplexe gesellschaftsrechtliche Unternehmensstrukturen sind die Folge. Mit dem Fortschreiten der wirtschaftlichen Integration der EU erscheinen ausländische Tochtergesellschaften mehr und mehr hinderlich. Verschiedene Gründe sprechen für die Eliminierung ausländischer Tochtergesellschaften und die Fortführung des Geschäftsbetriebs unter Verzicht auf ...
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05.12.2008 · Fachbeitrag aus PIStB · Praxisfälle
Internationale Sachverhalte begegnen Steuerberatern in der Schweiz und in Deutschland immer wieder. Das Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz-Deutschland (DBA CH/D) folgt zwar weitgehend dem OECD-Musterabkommen (OECD-MA), weist aber gewisse Spezialitäten auf. Im Beitrag werden typische Konstellationen anhand von Musterfällen aus der Praxis dargestellt.
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05.12.2008 · Fachbeitrag aus PIStB · Verfahrensrecht und Auslandsengagements
Bei Beteiligung an ausländischen Gesellschaften oder bei Gründung eines Betriebes oder einer Betriebsstätte im Ausland ist der inländische Steuerpflichtige zur Anzeige gegenüber dem Finanzamt nach § 138 Abs. 2 AO verpflichtet. Die Vorschrift dient der zutreffenden Besteuerung von Auslandseinkünften sowie dem verwaltungsinternen Informationsaustausch mit dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Nach jüngsten Medienberichten greift der Fiskus bei Verstößen gegen diese Anzeigepflichten ...
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