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  • ·Article ·Therapiesicherheit

    Stark wirksame Anticholinergika erhöhen Demenzrisiko

    Laut neuen Daten korreliert ein längerer Gebrauch stark wirksamer Anticholinergika nicht nur mit einem höheren Risiko für kognitive Leistungseinbußen, sondern auch mit einem um 50 % erhöhten Risiko für Demenzen bzw. Morbus Alzheimer. Kein Risiko für kognitive Beeinträchtigungen geht von Statinen aus. Das bestätigt eine neue Meta-Analyse placebo-kontrollierter Studien.

     

    In der prospektiven Kohortenstudie zum Gebrauch von Anticholinergika wurden Daten von knapp 3.500 US-Patienten im Alter ab 65 Jahre über rund zehn Jahre ausgewählt, die zu Beginn keine Demenzerkrankung hatten. Fast 80 % von ihnen wurden im Studienzeitraum mindestens einmal mit stark wirksamen Anticholinergika behandelt, am häufigsten mit Antihistaminika der ersten Generation, trizyklischen Antidepressiva oder Antimuskarinika zur Therapie einer überaktiven Blase. Es zeigte sich, dass das Demenzrisiko der Patienten mit der kumulativen Gesamtdosis der Anticholinergia stieg. Im Vergleich zur Kontrollgruppe hatten Patienten mit einer Anticholinergika-Exposition von mehr als 1.095 Standardtagesdosen (rund drei Jahre) ein um mehr als 50 % erhöhtes Demenzrisiko. Die Autoren empfehlen, dies bei der Verordnung anticholinerg wirkender Substanzen zu beachten.

     

    Quellen