Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
logo
  • Meine Produkte
    Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen.
Menu Menu
MyIww MyIww
  • 22.10.2013 · Fachbeitrag · Epidemiologie

    Harnsteine – seltener als gedacht

    | Die Prävalenz von Harnsteinen ist in Deutschland geringer als erwartet und rückläufig. Laut einer Telefonumfrage bei 10.000 repräsentativ ausgewählten Personen liegt die Prävalenz nur bei 3,2 % und beträgt etwa ein Zehntel der von Hypertonie, berichtete Dr. Michael Straub aus München beim DGU-Kongress in Dresden. Die Inzidenz von Harnsteinen in der Bevölkerung liegt den Daten zufolge nur bei 0,4 % (im Vergleich zu 1,5 % - 2 % im Jahr 2000). Etwas mehr als jeder vierte Betroffene hatte bereits ein Harnsteinrezidiv gehabt, und dies in der Regel nicht nur einmal, sondern bereits drei bis fünf Mal. 
Jeder fünfte Patient mit Harnsteinen hatte eine familiäre Disposition. Bei rund der Hälfte der Patienten gingen die Steine ohne medizinische Intervention ab. Wurde interveniert, stand die Stoßwellentherapie (ESWL) nach wie vor an erster Stelle; sie wurde bei jeder dritten Steinentfernung vorgenommen. Auf den nächsten Plätzen folgten die URS (Ureteroskopie), die Laparoskopie und die PNL (perkutane Nephrolitholapaxie). Deutlich weniger als die Hälfte aller Betroffenen ändern ihre Lebensgewohnheiten (viel Trinken, Diät) oder machen eine medikamentöse Prophylaxe, sagte Straub. Der Anteil der Patienten, die Medikamente zur Steinprophylaxe einnahmen, lag in der 
Studie unter 9 %. Empfohlen wird die medikamentöse Prophylaxe für rund ein Viertel aller Steinpatienten. |