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  • ·Fachbeitrag ·Angst-/Schlafstörungen

    Benzodiazepine bei Senioren mit erhöhtem Demenzrisiko assoziiert

    Benzodiazepine werden älteren Menschen in westlichen Industrienationen häufig verordnet, vor allem bei Angst- und Schlafstörungen. Nicht selten werden sie auch länger als empfohlen eingenommen. Französische Autoren machen jetzt auf ein mögliches weiteres Risiko einer längerfristigen Benzodiazepin-Einnahme aufmerksam. Zu den bekannten Risiken, wie einem erhöhten Sturz- und Frakturrisiko, kommt ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Demenz.

     

    In einer prospektiven Studie mit mehr als 1.000 Senioren, im Mittel 78 Jahre alt, die zu Studienbeginn eine normale kognitive Funktion hatte, war das Demenzrisiko bei Personen, denen ein Benzodiazepin neu verschrieben worden war, um rund 50 % erhöht. Auch eine zusätzliche Auswertung der Daten in Form einer Fall-Kontroll-Studie bestätigte die Risikoerhöhung. Andere Risiken für das Auftreten einer Demenz wurden bei den Analysen berücksichtigt. Die Autoren fordern dazu auf, Nutzen und Risiken der Substanzen vor einer Verschreibung sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

     

    Quelle