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  • · Fachbeitrag · Typ-2-Diabetes

    Standardbetreuung durch den Hausarzt so erfolgreich wie intensive multifaktorielle Therapie

    Was nützt eine intensive multifaktorielle medikamentöse Therapie (ähnlich wie in der Steno-2-Studie) bei frisch diagnostizierten Typ-2-Diabetikern? Dies hat eine Studie in 343 Hausarztpraxen in Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden geprüft. Verglichen wurde ein intensives kardiovaskuläres Risikomanagement mit einer hausärztlichen Standardbetreuung. Primärer Endpunkt war die kardiovaskuläre Ereignisrate nach fünf Jahren. Aus Sicht der Untersucher war die Studie „negativ“: Kardiovaskuläre Ereignisse nahmen durch die intensive Therapie nicht signifikant um lediglich relativ 17 % ab. Aus Sicht der Patienten und Hausärzte war dieses Ergebnis jedoch „positiv“. Denn der Grund der geringen Differenz war die gute Standardbetreuung durch den Hausarzt: In beiden Gruppen waren kardiovaskuläre Risikofaktoren deutlich reduziert worden, die erreichten Therapieziele unterschieden sich kaum und die Ereignisraten waren insgesamt sehr niedrig.

     

    Quelle

    • Griffin SJ et al.: Effect of early intensive multifactorial therapy on 5-year cardiovascular outcomes in individuals with type 2 diabetes detected by screening (ADDITION-Europe): a cluster-randomised trial. Lancet 2011; 378: 156-167

     

    Abstract

    Quelle: Ausgabe 08 / 2011 | Seite 9 | ID 28399230