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  • ·Fachbeitrag ·Hypertonie

    Statine: Zweifel am Nutzen bei über 65-Jährigen

    | Mit zunehmendem Alter scheint die Mortalität bei Einnahme von Statinen sogar zu steigen. Allerdings ist dieses Ergebnis einer nachträglichen Subgruppenanalyse einer Hypertonie-Studie mit Vorsicht zu interpretieren. |

     

    Einer von fünf von über 75-Jährigen nimmt Schätzungen zufolge Statine zur Primärprävention ein. Bezüglich der sekundären Prävention gibt es Hinweise auf einen Nutzen in dieser Altersgruppe, in Bezug auf die Primärprävention jedoch sind nur spärlich Daten vorhanden. Die Daten der „Framingham Heart Study“, die unter anderem als Grundlage für die Berechnung des Risikos dienen, haben sich in Bezug auf Hochbetagte als inakkurat erwiesen. Erhöhte Lipidwerte sind in höherem Alter weniger stark mit kardiovaskulären Ereignissen korreliert. Zudem gehen niedrige Lipidwerte bei Hochbetagten mit erhöhter Sterblichkeit einher.

     

    Vor diesem Hintergrund unternahm die ALLHAT-Forschungsgruppe nachträglich eine Subgruppenanalyse der gleichnamigen, randomisierten open-label Studie. Sie war von 1994 bis 2002 durchgeführt worden. Alle Teilnehmer hatten Bluthochdruck und mindestens einen weiteren kardiovaskulären Risikofaktor. Sie wurden damals einer von vier antihypertensiven Therapien zugelost. Die jetzige Subgruppenanalyse schloss nur Probanden ohne kardiale oder vaskuläre Erkrankungen ein, die mindestens 65 Jahre alt waren.