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  • · Fachbeitrag · Primärprävention

    Kein Platz für die postmenopausale Hormontherapie in der Primärprävention

    Die Primärprävention chronischer Erkrankungen ist keine Indikation für eine Hormongabe bei Frauen in der Menopause. Dies stellt die US-amerikanische „Preventive Services Task Force“ in ihren Empfehlungen für 2013 klar. Die Östrogen/Gestagen-Kombination habe zwar einen gewissen Nutzen in der Reduktion des Frakturrisikos, doch sei dies gegen Hinweise auf ein erhöhtes Schlaganfall- und Demenzrisiko sowie gehäufte Gallenblasenerkrankungen und Harninkontinenz abzuwägen.

     

    Eindeutig steige unter der Hormongabe auch das Risiko für invasiven Brustkrebs, ebenso wie für tiefe Venenthrombosen und Lungenembolien. Auch das koronare Risiko wird eher negativ beeinflusst. Eine ähnlich ungünstige Bilanz ergibt sich für die alleinige Östrogengabe, etwa bei Frauen nach Hysterektomie. Die neuen Empfehlungen gelten nur für die Prävention, betonen die Autoren, und betreffen nicht die Hormongabe bei klimakterischen Beschwerden.

     

    Quelle