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·Fachbeitrag ·Nanopartikel

Einige Nanopartikel beeinflussen im Tierversuch Herzfrequenz und EKG

Wissenschaftlern der Technischen Universität München und des Helmholtz-Zentrums München haben mit einer neuen Messmethode erstmals direkte Auswirkungen ausgewählter künstlich hergestellter Nanopartikel auf Herzfrequenz und Rhythmus nachgewiesen. Sie verwendeten dazu ein sogenanntes Langendorff-Herz, ein isoliertes, mit Nährlösung durchspültes Nagetier-Herz. Flammruß, funkenerzeugter Kohlenstoff ‒ der als Modell für Dieselschadstoffe dient ‒, Titandioxid und Siliziumdioxid bewirkten eine Erhöhung der Herzfrequenz um bis zu 15 Prozent und führten zu EKG-Veränderungen, die sich auch nach Beendigung der Exposition zu diesen Nanopartikeln nicht normalisierten. Verantwortlich für die Erhöhung der Herzfrequenz ist nach Ansicht der Wissenschaftler sehr wahrscheinlich eine vermehrte Ausschüttung von Katecholaminen wie Noradrenalin. Aerosile, die beispielsweise als Verdickungsmittel in Kosmetika eingesetzt werden, und der Kunststoff Polystyrol hingegen beeinflussten die Herzfunktion nicht. Die Münchner Forscher wollen ihr Modell zur Untersuchung der kardiovaskulären Toxizität künstlich hergestellter Nanopartikel etablieren.

 

Quelle

  • Stampfl A et al.: Langendorff Heart: A Model System To Study Cardiovascular Effects of Engineered Nanoparticles. ACS Nano 2011; 5 (7): 5345‒5353

 

Abstract

Quelle: Ausgabe 09 / 2011 | Seite 1 | ID 28879480