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  • · Fachbeitrag · Mammakarzinom

    Hypofraktionierte Brustbestrahlung schonender

    Eine hypofraktionierte Brustbestrahlung (HFB) verkürzt die Dauer einer Strahlentherapie bei Brustkrebs-Patientinnen nach brusterhaltender OP von üblicherweise fünf auf drei Wochen und begrenzt die kumulative Strahlendosis auf etwa 40 Gy. Die Langzeitergebnisse sind ähnlich. Allerdings werden wegen der höheren Einzeldosen (2,7 versus 1,8-2,0 Gy) mehr lokale Nebenwirkungen befürchtet ‒ vor allem bei übergewichtigen Frauen. Daten von zwei neuen Studien mit 2.300 und 290 Patientinnen sprechen gegen diese Vorbehalte: Patientinnen mit hypofraktionierter Bestrahlung hatten seltener lokale Nebenwirkungen und ihre Lebensqualität war besser. In der Studie von Shaitelman et al. ‒ drei Viertel der Patientinnen waren adipös ‒ hatten Frauen mit HFB seltener Schmerzen in der Brust (55 versus 74 %, p =0,001) und seltener eine akute Dermatitis (36 versus 69 %, p <0,001) . Auch sechs Monate nach Bestrahlung klagten die Frauen mit der kürzeren Bestrahlung weniger über Nebenwirkungen wie Fatigue (0 versus 6 %, p =0,01). Angesichts dieser Daten fordern die Autoren, die Skepsis gegenüber der hypofraktionierten Bestrahlung aufzugeben.

     

    Quellen

    • Shaitelman SF et al.: Acute and Short-term Toxic Effects of Conventionally Fractionated vs Hypofractionated Whole-Breast Irradiation: A Randomized Clinical Trial. JAMA Oncol 2015, Aug 6. doi:10.1001jamaoncol.2015.2666