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  • ·Fachbeitrag ·COPD

    Hochdosis von Vitamin D hat in Pilotstudie kaum Effekt auf Exazerbationsrate

    Viele Patienten mit chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) haben einen Vitamin D-Mangel. Die Hoffnung aber, durch Supplementation des Vitamins den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen zu können, hat sich bisher nicht bestätigt. Auch in einer randomisierten Pilotstudie in Belgien bei insgesamt 182 Patienten mit mittelgradiger bis schwerer COPD konnte durch eine Hochdosis-Gabe von Vitamin D (100.000 Einheiten alle vier Wochen über ein Jahr) die Zeit bis zur nächsten Exazerbation im Vergleich zur Placebogruppe nicht signifikant verlängert werden.

     

    Auch bei der Exazerbationsrate im Verlauf eines Jahres, der Hospitalisierung, der Lebensqualität und der Mortalität gab es keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Möglicherweise ist eine Vitamin D-Supplementation allerdings eine Option für COPD-Patienten mit schwerem Vitamin D-Mangel (25-(OH)-D-Serumspiegel < 10 ng/ml). In einer Subgruppen-Analyse der Daten von 30 Studienteilnehmern mit solchen Werten war in der Vitamin D-Gruppe die Rate von Exazerbationen um 43 % verringert (p=0,042). Die Serum 25-(OH)-D-Spiegel von Patienten der Interventions- und Placebogruppe unterschieden sich im Mittel um 30 ng/ml.

     

    Quelle